Konzentration und Gedächtnis kann man trainieren

Allgemeine Informationen

Konzentrationsstark bis ins hohe Alter

Konzentrationsstark bis ins hohe Alter

"Entschuldigung, wo geht's zum Bahnhof?" – einer Wegbeschreibung folgen, Autozufahren und auf den Verkehr achten, erfordert Konzentration. Das geht jedem so. Doch mit zunehmendem Alter müssen sich viele stärker bei Dingen anstrengen, die sonst fast "automatisch" verliefen. Das hat einfache biologische Gründe. Im Alter verlieren die Blutgefäße an Elastizität, es bilden sich Ablagerungen und die Durchblutung läuft nicht mehr so reibungslos, wie in jungen Jahren. Diese Durchblutungsstörungen spielen sich auch im Gehirn ab. Sie sind zwar nicht krankhaft, jedoch drosseln sie den Energiestoffwechsel in den Nervenzellen, das Gehirn kann nicht mehr so effektiv arbeiten.

Die Informationen brauchen länger, um von einem Ort zum nächsten zu gelangen. Die Folge: nachlassende Konzentrationsfähigkeit. Aber, auch wenn die Ursachen biologisch und damit natürlich sind, muss man das nicht einfach hinnehmen. Jeder kann viel tun, um Konzentration und Merkfähigkeit zu erhalten.


Wissenswertes

Mehr Konzentration für Bewegung im Alter nötig

Mehr Konzentration für Bewegung im Alter nötig
In einer Untersuchung des Max-Planck-Institutes Berlin (1) fand man heraus: Wenn Menschen älter werden, gelingt es ihnen oft nicht mehr so selbstverständlich, Bewegungsabläufe und geistig anstrengende Tätigkeiten gleichzeitig auszuführen. Das hat auch damit zu tun, dass die körperliche Leistungskraft allgemein nachlässt und mehr Konzentrationsfähigkeit darauf verwendet werden muss, körperliche Bewegungen zu koordinieren. Bewegungsabläufe, die in jungen Jahren weitgehend ohne nachzudenken ablaufen, erfordern bei älteren Menschen mehr Konzentration. Diese Kapazität steht dann für geistige Aktivität nicht mehr zur Verfügung. Das macht sich beispielsweise beim gemeinsamen Kochen bemerkbar: Ein Partner bereitet das Abendessen, schneidet Salat und konzentriert sich darauf, während der andere bei einem Glas Wein die Begebenheiten des Tages erzählt. Sitzen beide dann gemeinsam am Tisch, hat der "Koch" viele Themen nicht mitbekommen. Denn mit zunehmendem Alter muss man sich genau auf die Bewegungen konzentrieren – währenddessen ruhen andere geistige Vorgänge wie das Zuhören.

(1) Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, Professor Paul Baltes

Das Gehirn – was kommt rein, was bleibt hängen
Unser Gehirn ist das komplexeste Gebilde des Körpers. In seiner Arbeitsweise ist es sehr klar und logisch aufgebaut und durchaus mit einem Computer zu vergleichen; wenn auch kein Computer der Welt mit der Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns mithalten könnte. Beim Rechner entscheidet die Fähigkeit des Arbeitsspeichers über die Leistung und Schnelligkeit des gesamten Computers - beim Gehirn heißt dieser wichtige Baustein Arbeitsgedächtnis. Hier ist das Zentrum der bewussten Informationsverarbeitung - es sortiert die Reize nach "wichtig" und "unwichtig". Dazu setzt es sich stets mit dem Langzeitgedächtnis in Verbindung und ruft dort vergleichbare Informationen ab, um die neuen Eindrücke einordnen zu können. Diese Vorgänge laufen blitzschnell ab, denn unmittelbar im Arbeitsspeicher behalten können wir nicht viel mehr als etwa sieben Informationen gleichzeitig. Wichtiges muss also gleich weitergeleitet werden, um im Langzeitgedächtnis zumindest vorübergehend seinen Platz zu finden. Unwichtiges gerät sofort in Vergessenheit. Die Gehirnforschung geht davon aus, dass es durch neue Informationen überschrieben wird. Damit die Gehirnleistung lange und in vollem Umfang erhalten bleibt, kann man sein Arbeitsgedächtnis trainieren. Gezieltes Training und Übungen, die ganz einfach in den Alltag einzubauen sind, können deutlich dazu beitragen, die geistige Leistungsfähigkeit zu bewahren – bis ins hohe Alter.

Erkennung von Gedächtnisproblemen im Alltag

Gelegentlich einmal einen Namen oder Termin zu vergessen ist normal. Gerade in Belastungssituationen leidet unser Kurzzeitgedächtnis. Wann aber sollte besser ein Arzt aufgesucht werden? Es ist wichtig sicherzustellen, dass Leistungsdefizite des Gehirns das Ergebnis gewöhnlicher Alterserscheinung sind und ihnen keine schwerwiegende Erkrankung zugrunde liegt.

Warnzeichen für schwerwiegende Probleme, deren Lösung ärztliche Hilfe erfordern, sind:

  • Erinnerungsprobleme
  • Probleme bei Routineaufgaben
  • Wortfindungsstörungen
  • Orientierungsprobleme in Bezug auf Zeit und Ort
  • Stimmungsschwankungen
  • Verhalten und Persönlichkeit verändern sich

Altersbedingte Minderleistungen des Gehirns sind oft das Ergebnis einer gestörten Energieversorgung in den Nervenzellen. Diese geschieht in den so genannten Kraftwerken der Zellen, den Mitochondrien. Freie Radikale wie z.B. aggressive Sauerstoffverbindungen können die Mitochondrien und die Zellenfunktionen schädigen. Am Ende lässt die Leistungsfähigkeit der Nervenzelle nach.

Beruhen Gedächtnisschwäche und Konzentrationsstörung auf den altersbedingten Verschleißerscheinungen des Gehirns lassen sich diese Phänomene, wenn schon nicht heilen, dann doch verzögern. Umso wichtiger ist Vorbeugung z.B. durch Gehirntraining und frühzeitiger Beginn einer Therapie.

Schach als Gedächtnis-Training

Gehirntraining ist zu jeder Zeit möglich und erfordert kaum Hilfsmittel. Probieren Sie es ganz einfach aus:

  • Wenn Sie an der Kasse im Supermarkt stehen, überschlagen Sie doch einfach schon mal im Kopf, wie viel Sie gleich bezahlen müssen. Überlegen Sie gleichzeitig, wie viel Wechselgeld Sie herausbekommen, wenn Sie mit einem großen Schein bezahlen.
  • Gehen Sie mindestens einmal pro Woche ohne Einkaufszettel einkaufen. Überlegen Sie vorher, was Sie alles brauchen und rufen Sie Ihre Einkaufsliste im Geschäft aus dem Kopf ab.
  • Speichern Sie Telefonnummern Ihrer Freunde nicht im Telefon ab, sondern versuchen Sie, sie auswendig zu lernen und ohne Hilfe zu wählen.
  • Planen Sie Ihre Reisen selbst. Recherchieren Sie in Büchern und im Internet die Anreise, passende Unterkünfte und lohnende Ausflugsziele vor Ort.
  • Spielen Sie öfter mal Spiele, die die Konzentrationsfähigkeit richtig herausfordern, zum Beispiel Schach, Bridge, Doppelkopf oder Skat.
  • Lesen Sie täglich aufmerksam die Zeitung.
  • Probieren Sie neue Kochrezepte aus.
  • Wagen Sie sich an die Pflege anspruchsvoller Pflanzen, die alle unterschiedliche Bedürfnisse haben; das hält Ihren Denkapparat ordentlich auf Trab.

Was viele nicht wissen: Kreuzworträtsel fragen bereits vorhandenes Wissen ab und trainieren das Gehirn nicht effektiv.

Lesen als Gedächtnistraining

Gedächtnistraining ist nicht gleich Gedächtnistraining. Manche Tätigkeiten des Alltags sind mehr, andere weniger geeignet, die grauen Zellen auf Vordermann zu bringen.

Das bestätigt auch Professor Dr. Wolf D. Oswald vom Institut für Psychogerontologie der Universität Erlangen-Nürnberg und Autor des wissenschaftlich gesicherten Trainingsprogrammes "SimA-basic": "Langzeitstudien haben es zum Vorschein gebracht: Lesen und Kreuzworträtsel lösen sind nicht dazu geeignet, unser Gedächtnis zu trainieren. Kreuzworträtseln trainiert in erster Linie den Wortschatz und hat damit keinen Effekt auf die Verbesserung unserer Merkfähigkeit.

Um diese zu trainieren, benötigt das Gehirn immer neue Impulse, wie zum Beispiel beim Schachspielen oder beim Einüben neuer Musikstücke. Kurz gesagt: Denken muss weh tun, um dem Gehirn zu nützen".

Wer also im Alter das Klavierspielen für sich entdeckt und regelmäßigen Unterricht nimmt, hat nicht nur Spaß, sondern trainiert auch noch sein Gehirn. Die ungewohnten Übungen können zwischen den Nervenzellen sogar für neue Verknüpfungen sorgen, die die einzelnen Nervenzellen verbinden und Informationen weiterleiten. Dies wirkt sich positiv auf das Erinnerungsvermögen aus. In Kombination mit hochdosierten Ginkgo-Präparaten erzielt man den größten Profit für seine grauen Zellen.

Da "gähnt" das Gedächtnis: 5 Beschäftigungen, die das Erinnerungsvermögen nicht trainieren:

  • Lesen
  • Gesellschaftsspiele
  • Kreuzworträtsel lösen
  • Fernsehen
  • Passive Mitgliedschaft im Verein

Da "freut" sich das Gedächtnis: Diese Tätigkeiten machen fit:

  • Schwieriges Stricken
  • Anspruchsvolle Gartenarbeit
  • Schach, Backgammon, Bridge, Sudoku
  • Vereinsarbeit im Vorstand
  • Selbstorganisierte Reisen*

Ginkgo fördert die Durchblutung des Gehirns und verbessert so die Sauerstoffversorgung der Nervenzellen. Schon die regelmäßige Einnahme von nur zwei Ginkobil® ratiopharm 120 mg Filmtabletten kann helfen, leichte Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen zu vermindern. Außerdem schützt Ginkgo biloba die Nervenzellen vor freien Radikalen, wodurch die Lebensdauer der Hirnzellen erhöht wird.

* Quelle: Wolf D. Oswald : Kognitive und körperliche Aktivität. Zeitschrift für Gerontopsychologie & -psychiatrie, 17, 2004, 147-159.
Colette Fabrigoule et al. : Social and Leisure Activities and Risk of Dementia: The Journal of the American Geriatric Society, 43, 485 -490.

Ginkobil ratiopharm

Hilfe aus der Naturapotheke
Wer noch mehr tun möchte, um seine geistige Leistungsfähigkeit im Alter zu steigern, kann mit pflanzlichen Mitteln aus der Apotheke die Durchblutung des Gehirns unterstützen. Hochdosierter Extrakt aus den Blättern des Ginkgo biloba Baumes eignet sich besonders gut. Ginkgo fördert die Durchblutung des Gehirns und unterstützt so seine Sauerstoffversorgung. Er schützt Nervenzellen, indem er freie Radikale unschädlich macht und die Zellwände der Mitochondrien stabilisiert. Diese Wirkung liegt an den im Ginkgoextrakt enthaltenen Flavonoiden und Terpenlactonen (Ginkgolide und Bilobalid). Diese Wirkweise fördert für eine gute Konzentration und Merkfähigkeit im Alter. Empfohlen wird eine hohe Dosierung dieses natürlichen Wirkstoffes: 120 bis 240 mg Extrakt pro Tag. So kann Ginkgo seine Eigenschaften am besten entfalten.

Präparate mit Ginkgo biloba-Extrakt gibt es rezeptfrei in der Apotheke (z. B. GINKOBIL® ratiopharm zur symptomatischen Behandlung von Konzentrationsstörungen im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes bei Abnahme bzw. Verlust erworbener geistiger Fähigkeiten). Der Extrakt ist gut verträglich und hat sich seit langem bewährt. Wer beides miteinander kombiniert – Training für die grauen Zellen und pflanzliche Unterstützung durch Ginkgo biloba – schafft beste Voraussetzungen, um bis ins hohe Alter noch rege und frisch am Alltag teilzunehmen, insbesondere, wenn sich bereits erste altersbedingte Einschränkungen bzw. Demenz zeigten.

GINKOBIL® ratiopharm gibt es in vier unterschiedlichen Dosierungen:

GINKOBIL® ratiopharm 40 mg Filmtablette, für Erw. ab 18 Jahren

GINKOBIL® ratiopharm 80 mg Filmtabletten, für Erw. ab 18 Jahren

GINKOBIL® ratiopharm 120 mg Filmtablette, für Erw. ab 18 Jahren

GINKOBIL® ratiopharm 240 mg Filmtablette, für Erw. ab 18 Jahren

GINKOBIL® ratiopharm Tropfen 40 mg Flüssigkeit z. Einnehmen, für Erw. ab 18 Jahren

Wirkstoff: Ginkgo-biloba-Blätter-Trockenextrakt.

Anwendungsgebiete: Zur symptomatischen Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungsstör. im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes bei Abnahme bzw. Verlust erworbener geistiger Fähigkeiten (dementielles Syndrom) mit den Hauptbeschwerden: Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmung, Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen. Das individuelle Ansprechen auf die Medikation kann nicht vorausgesagt werden. Bevor Behandlung begonnen wird, abklären, ob Krankheitssymptome nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung beruhen. Bei häufig auftretenden Schwindelgefühlen und Ohrensausen Abklärung durch Arzt. Bei plötzlich auftretender Schwerhörigkeit bzw. Hörverlust sofort Arzt aufsuchen. -40 mg/80 mg/120 mg Filmtabletten und -Tropfen 40 mg zusätzlich: Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit bei Stadium II nach FONTAINE (Claudicatio intermittens, "Schaufensterkrankheit") im Rahmen physikalisch-therapeutischen Maßnahmen, insbesondere Gehtraining. Vertigo, Tinnitus vaskulärer und involutiver Genese (Schwindel, Ohrgeräusche infolge Durchblutungsstörungen oder altersbedingten Rückbildungsvorgängen).

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Stand: 3/11.

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