Linderung bei Arthrose und anderen Gelenkbeschwerden

Kniegelenk-Arthrose

Kniegelenk-Arthrose

Wenn jede Bewegung schmerzt

Die Knie knirschen und schmerzen beim Aufstehen, Sport treiben fällt zunehmend schwer, sogar beim Aussteigen aus dem Auto tut das Knie weh – Anzeichen, die auf eine Kniegelenk-Arthrose hinweisen, den Verschleiß des Gelenkknorpels in den Kniegelenken. Knorpel ist ein faseriges, aber elastisches Gewebe, das im Gelenk als Stoßdämpfer dient. Bei jeder Bewegung schützt der Knorpel die Strukturen im Gelenk und sorgt dafür, dass sich das Gelenk "reibungslos" bewegen kann.


Wissenswertes

Kniegelenk-Arthrose


Knorpel unterliegt wie der gesamte Körper einem Alterungsprozess. Er wird nach und nach trockener und spröder, bis er seine Stabilität einbüßt. Es gibt Faktoren, die den Knorpelverschleiß frühzeitig fördern können: Angeborene Fehlstellungen von Gelenken beispielsweise, Verletzungen, harte körperliche Arbeit und Leistungssport oder auch Übergewicht. Bestimmte Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes beeinflussen die Zusammensetzung des Knorpelgewebes. Der Abnutzungsprozess vollzieht sich meist über Jahre und Jahrzehnte, so dass er lange nicht auffällt. Erst wenn der Knorpel das Gelenk nicht mehr genug schützen kann, entstehen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen: Die Arthrose macht sich bemerkbar.

Das wichtigste Symptom der Arthrose ist der Schmerz. Zunächst schmerzt das Gelenk nur unter verstärkter Stoßbelastung, bei Kniegelenk-Arthrose typischerweise beim Bergabgehen. Das Gelenk wird eventuell empfindlicher und zieht, zum Beispiel wenn das Wetter wechselt. Später kommt der charakteristische Anlaufschmerz dazu: Zu Beginn der Bewegung schmerzt das Knie, blockiert und erschwert das Gehen – bewegt man es weiter, bessern sich die Beschwerden. Bei fortgeschrittener Arthrose treten die Schmerzen auch bei längerer Bewegung oder in Ruhe auf. Das Kniegelenk kann sich verformen und verbreitern. Alltägliches, wie das Hinsetzen, Aufstehen, Kniebeugen, Drehen usw., fällt zunehmend schwer – das kann die Betroffenen stark beeinträchtigen. Das Gelenk kann sich phasenweise auch entzünden, dann schwillt es an und wird rot.

Das Ziel der Therapie ist ein möglichst schmerzfreies Leben. Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente (z. B. Glucosamin-ratiopharm® 1500 mg Pulver oder TEUFELSKRALLE-ratiopharm®), Krankengymnastik und regelmäßige körperliche Betätigung werden kombiniert, um das Fortschreiten der Kniegelenk-Arthrose zu verzögern.

Aus Angst vor Schmerz, vermeiden es die Betroffenen bei Arthrose oft, das Knie zu bewegen. Dabei ist genau das wichtig: Bewegt man sich zu selten, wird das Gelenk nicht mehr ausreichend "geschmiert". Der Knorpel verschleißt noch mehr, das Gelenk versteift schneller. Bewegung aktiviert die Gelenkinnenhaut. Sie produziert eine nährstoffreiche Flüssigkeit, die den Knorpel elastisch und geschmeidig hält. So bleibt das Knie beweglich. Zudem stärkt Bewegung die umliegende Muskulatur, die das Gelenk stabilisiert.

Alle Sportarten, die Stoßbelastungen verursachen und schnelle Drehungen oder abruptes Bremsen erfordern, eignen sich nicht: Handball, Fußball, Tennis oder Joggen beispielsweise setzen dem geschädigten Knorpel nur weiter zu. Gut geeignet sind Radfahren auf flachen Strecken, Nordic Walking oder Schwimmen.



Pflichttext

Glucosamin-ratiopharm® 1500 mg Pulver
Wirkstoff: Glucosaminhemisulfat. Zusammensetzung: Ein Beutel enth. 1500 mg Glucosaminhemisulfat als 1884 mg Glucosaminhemisulfat-Natriumchlorid (1:1), entspr. 1178 mg Glucosamin. Sonst. Bestandt.: Aspartam, Sorbitol (Ph.Eur.), Citronensäure, Macrogol 4000. Anwendungsgebiete: Linderung von Symptomen leichter bis mittelschwerer Arthrose des Kniegelenks. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gg. Glucosamin od. einen der sonst. Bestandt., Schalentierallergie. Warnhinw.: Pulver enth. Natrium (384 mg Natriumchlorid pro Beutel), Aspartam und Sorbitol. Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel. Verschlimmerung eines bestehenden Asthmas. Übelkeit, Bauchschmerzen, Verdauungsstör., Diarrhoe, Obstipation, Erbrechen. Anstieg von Leberenzymen, Ikterus. Hautausschlag, Juckreiz, Hautrötung, Angioödem, Urtikaria. Unzureichende Blutzuckerkontrolle bei Diabetes mellitus, Hypercholesterinämie. Ödeme, periphere Ödeme. Schwangerschaft/Stillzeit: Glucosamin sollte nicht währ. der Schwangerschaft angewendet werden. Anwendung währ. der Stillzeit wird nicht empfohlen. Wechselwirkungen: Orale Vitamin-K-Antagonisten, Tetracycline. Dosierung: Der Inhalt eines Beutels (1500 mg Glucosaminhemisulfat als Pulver) wird in einem Glas Wasser aufgelöst und einmal tgl. eingenommen. Status: Apothekenpflichtig. 2/18

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