Konzentration und Gedächtnis

Im Alter

Gedächtnis und Konzentration im Alter

Brigitte ist 61 Jahre alt und fühlt sich körperlich noch topfit. Sie achtet auf eine gesunde Lebensweise und hat zahlreiche Hobbies. Ihren Schrebergarten plant, bepflanzt und pflegt sie mit Leidenschaft. In letzter Zeit bemerkt sie jedoch bei kleineren Dinge, dass sie sich nicht mehr so gut erinnern kann und ihr das Konzentrieren teilweise schwerfällt. Kürzlich hatte sie eine Stunde lang ihren Schlüssel gesucht- das hat sie sehr beunruhigt. Außerdem fallen ihr manchmal nicht mehr Namen oder die richtigen Wörter ein. Sie fragt sich, ob sie sich Sorgen machen muss und was sie gegen ihre Vergesslichkeit tun kann.

Was passiert im Alter?

Mit zunehmendem Alter lassen Gedächtnis und Konzentration häufig nach. In gewissem Maße ist das ganz normal und liegt an der sich im Alter verringernden Durchblutung des Gehirns. Grund sind Alterungsprozesse im Körper, zum Beispiel Ablagerungen in den Gehirngefäßen (Arterienverkalkung oder Atherosklerose), die die Blutversorgung der Gehirnzellen beeinträchtigen. In Folge werden weniger Sauerstoff und Nährstoffe zu den Gehirnzellen transportiert. Auch freie Radikale, also aggressive Sauerstoffverbindungen, die während verschiedener Stoffwechselprozesse entstehen, können die Leistungsfähigkeit der Nervenzellen beeinträchtigen. Man geht davon aus, dass ca. 10-15 % der Menschen ab 65 Jahren zumindest von leichteren Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen betroffen sind. Nachlassende Leistungen von Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Konzentration im Alter entwickeln sich oft langsam, was manchmal das Erkennen erschwert.

Bewegungsabläufe erfordern im Alter mehr Konzentration

In einer Untersuchung des Max-Planck-Institutes Berlin (1) fand man heraus: Wenn Menschen älter werden, gelingt es ihnen oft nicht mehr so selbstverständlich, Bewegungsabläufe und geistig anstrengende Tätigkeiten gleichzeitig auszuführen. Das hat auch damit zu tun, dass die körperliche Leistungskraft allgemein nachlässt und die Konzentration verstärkt darauf verwendet werden muss, körperliche Bewegungen zu koordinieren. Bewegungsabläufe, die in jungen Jahren weitgehend ohne nachzudenken ablaufen, erfordern bei älteren Menschen mehr Konzentration. Diese Kapazität steht dann für geistige Aktivität nicht mehr zur Verfügung. Das macht sich beispielsweise beim gemeinsamen Kochen bemerkbar: Ein Partner bereitet das Abendessen, schneidet Salat und konzentriert sich darauf, während der andere bei einem Glas Wein die Begebenheiten des Tages erzählt. Sitzen beide dann gemeinsam am Tisch, hat der "Koch" viele Themen nicht mitbekommen.

(1) https://www.mpib-berlin.mpg.de/de/presse/2002/04/motorische-aufgaben-erfordern-im-alter-mehr-konzentration

 

 

Wenn erste Gedächtnisprobleme auftreten…

Sie können jedoch Ihre Gehirnzellen trainieren und sie durch entsprechende Lebensweise und andere Maßnahmen unterstützen. Beginnen Sie deshalb schon so früh wie möglich mit einer gesunden Ernährung, ausreichender Bewegung und Gedächtnistraining . Auch Mittel aus der Pflanzenheilkunde können Gedächtnis und Konzentration positiv beeinflussen, so zum Beispiel Extrakte aus der Heilpflanze Ginkgo biloba.


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