Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm® 20 mg/10 mg Filmtabletten

Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm® 20 mg/10 mg Filmtabletten * Abbildung ähnlich
Besonderheiten: Lactosefrei
Darreichungsform: Tablette rund
Wirkstoff: Enalapril + Lercanidipin

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Gebrauchsinformation
Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm® 20 mg/10 mg Filmtabletten (in Deutsch),
Fachinformation
Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm® 20 mg/10 mg Filmtabletten,
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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm 20 mg/10 mg Filmtabletten

Enalaprilmaleat/Lercanidipinhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm beachten?
3. Wie ist Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm einzunehmen?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm ist eine fixe Kombination aus einem ACE-Hemmer (Enalapril) und einem Calciumkanal-Blocker (Lercanidipin), zwei Arzneimittel mit blutdrucksenkenden Eigenschaften.

Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm wird angewendet zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie) bei Patienten, bei denen unter der ausschließlichen Behandlung mit Enalapril 20 mg keine angemessene Blutdruckkontrolle erzielt werden kann. Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm sollte nicht für die initiale Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt werden.

Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Enalapril, Lercanidipin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie allergisch gegen Arzneimittel sind, die mit Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm eng verwandt sind (wie z. B. Amlodipin, Felodipin, Nifedipin oder Captopril, Fosinopril, Lisinopril, Ramipril)
  • wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind. (Es wird empfohlen, Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).
  • wenn Sie an bestimmten Herzkrankheiten leiden:
    • nicht behandelte Herzmuskelschwäche
    • Ausflussbehinderung aus der linken Herzkammer, inklusive einer Verengung der Aorta (Aortenstenose)
    • instabile Angina pectoris (Angina bei Ruhe oder progressiv zunehmend)
    • innerhalb von 1 Monat nach Auftreten eines Myokardinfarktes (Herzinfarktes)
  • wenn bei Ihnen eine schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörung besteht oder Sie regelmäßig zur Dialyse müssen
  • wenn Sie Arzneimittel anwenden wie:
    • Antimykotika (wie Ketoconazol oder Itraconazol)
    • Makrolid-Antibiotika (wie Erythromycin oder Troleandomycin)
    • Virostatika (wie Ritonavir) (siehe Abschnitt „Einnahme von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln“)
  • wenn Sie gleichzeitig ein anderes Arzneimittel anwenden, das als Ciclosporin oder Cyclosporin bezeichnet wird
  • zusammen mit Grapefruit oder Grapefruitsaft (siehe Abschnitt „Einnahme von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol)
  • wenn bei Ihnen bereits ein Angioödem (Ödem des Gesichts, der Lippen, Zunge, und/oder des Larynx, der Hände und Füße) aufgetreten ist, entweder erblich bedingt oder in Zusammenhang mit einer vorherigen Behandlung mit einem ACE-Hemmer (siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“)
  • wenn Sie eine vererbte Neigung zu Gewebeschwellungen oder Gewebeschwellungen aus unbekannter Ursache haben (hereditäres oder idiopathisches Angioödem)
  • wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm einnehmen:

  • wenn Sie an einer Herzerkrankung mit Unterbrechung der Durchblutung (Ischämie) leiden.
  • wenn Sie an Durchblutungsstörungen des Gehirns (zerebrovaskuläre Erkrankung) leiden.
  • wenn Sie Probleme mit den Nieren haben.
  • wenn bei Ihnen die Leberenzymwerte ansteigen oder Sie eine Gelbsucht entwickeln
  • wenn bei Ihnen die Anzahl der weißen Blutkörperchen abgenommen hat (Leukopenie, Agranulocytose) mit möglicher Neigung zu Infekten und schweren Allgemeinsymptomen.
  • wenn Sie an einer bestimmten Erkrankung des Bindegewebes (Kollagenosen) mit Gefäßbeteiligung leiden.
  • wenn Sie gleichzeitig Allopurinol (Arzneimittel gegen Gicht), Procainamid (Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen) oder Lithium (Arzneimittel gegen bestimmte Depressionen) einnehmen.
  • wenn bei Ihnen während der Behandlung mit Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm Überempfindlichkeitsreaktionen bzw. Gewebeschwellungen (Angioödeme) auftreten.
  • wenn Sie unter Zuckerkrankheit leiden (Diabetes mellitus).
  • wenn bei Ihnen ein hartnäckiger trockener Husten auftritt.
  • wenn bei Ihnen das Risiko einer Erhöhung der Kaliumwerte im Blut besteht
  • wenn die Blutdrucksenkung aufgrund Ihrer ethnischen Zugehörigkeit (insbesondere bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe) nicht ausreichend stark ist.
  • wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten). Die Einnahme von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm in der frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).
  • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:
    • einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet - z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.
    • Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.
Siehe auch Abschnitt „Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm darf nicht eingenommen werden“.

Wenn bei Ihnen eine Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte (z. B. von Bienen oder Wespen) notwendig ist, ist Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm vorübergehend durch ein geeignetes Arzneimittel aus einer anderen Stoffklasse zu ersetzen. Es können sonst lebensbedrohliche Symptome auftreten. Solche Reaktionen können auch nach Insektenstichen (von z. B. Bienen oder Wespen) vorkommen.

Die gleichzeitige Anwendung von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm bei einer Blutwäsche (Dialyse) oder bei einer Behandlung von stark erhöhten Blutfetten können schwere Überempfindlichkeitsreaktionen bis hin zum lebensbedrohlichen Schock auslösen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, dass Sie mit Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm behandelt werden bzw. Dialysen benötigen, damit der Arzt dies bei der Behandlung berücksichtigen kann.

Falls Sie vor einer Operation oder Narkose (auch beim Zahnarzt) stehen, teilen Sie Ihrem Arzt mit, dass Sie Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm einnehmen, da es unter der Narkose zu einem plötzlichen Blutdruckabfall kommen kann.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, falls bei Ihnen folgende Krankheitszeichen auftreten:

  • Schwellung von Gesicht, Gliedmaßen, Lippen, Schleimhaut, Zunge und/oder Kehlkopf, Atemnot
  • Gelbfärbung von Haut und Schleimhäuten
  • Fieber, Lymphknotenschwellung und/oder Halsentzündung.

In diesen Fällen dürfen Sie Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm nicht weiter einnehmen und Ihr Arzt wird entsprechende Maßnahmen ergreifen (siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Die Anwendung dieses Arzneimittels bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Halten Sie daher bitte die vom Arzt angeordneten Laborkontrollen und Untersuchungen unbedingt ein.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm bei Kindern wurde in kontrollierten Studien bisher nicht nachgewiesen.

Einnahme von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm mit einigen anderen Arzneimitteln, kann die Wirkung von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm oder die des anderen Arzneimittels herauf- oder herabgesetzt werden oder einige Nebenwirkungen können häufiger auftreten.

Die blutdrucksenkende Wirkung kann verstärkt werden, wenn Sie zusammen mit Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm folgende Arzneimittel anwenden:

  • Cyclosporin (ein das Immunsystem dämpfendes Arzneimittel)
  • orale Antimykotika wie Ketoconazol und Itraconazol
  • Virostatika wie Ritonavir
  • Makrolid-Antibiotika wie Erythromycin oder Troleandomycin
  • das zur Ulkusbehandlung angewendete Arzneimittel Cimetidin bei Tagesdosen über 800 mg
  • Diuretika wie Hydrochlorothiazid, Chlortalidon, Furosemid, Triamteren, Amilorid, Indapamid, Spironolacton oder sonstige blutdrucksenkende Arzneimittel
  • einige gefäßerweiternde Arzneimittel wie Nitroglyzerin und organische Nitrate (Isosorbid) oder Narkosemittel
  • einige antidepressiv oder antipsychotisch wirkende Arzneimittel
  • Baclofen

Es kann zu einer Verringerung der blutdrucksenkenden Wirkung kommen, wenn Sie gleichzeitig mit Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm folgende Arzneimittel anwenden:

  • einige Schmerzmittel (z. B. Paracetamol, Ibuprofen, Naproxen, Indomethacin und Acetylsalicylsäure, wenn nicht in niedriger Dosierung angewendet)
  • Substanzen, die auf Blutgefäße wirken (z. B. Norepinephrin, Isoprenalin, Dopamin, Salbutamol)
  • Antikonvulsiva wie Phenytoin und Carbamazepin
  • Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose)

Wenn Sie Digoxin anwenden (ein auf den Herztonus einwirkendes Arzneimittel), fragen Sie bitte Ihren Arzt, auf welche Zeichen Sie achten sollten.

Wenn Sie kaliumsparende Diuretika (Spironolacton) oder Kaliumpräparate anwenden, kann es zu einem Anstieg der Kaliumspiegel in Ihrem Blut kommen.

Bei der gleichzeitigen Anwendung von Lithiumcarbonat und Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm kann es zur Lithiumtoxizität kommen.

Wenn Sie Immunsuppressiva oder Gichtmedikamente anwenden, können Sie in sehr seltenen Fällen für schwere Infektionen anfällig sein.

Wenn Sie an Diabetes erkrankt sind, beachten Sie, dass es bei der gleichzeitigen Anwendung von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm und Insulin oder oralen Antidiabetika wie Sulfonylharnstoffe und Biguanide während des ersten Behandlungsmonats zu Hypoglykämie (übermäßige Senkung des Blutzuckerspiegels) kommen kann.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Antihistamine wie Terfenadin oder Astemizol oder Antiarrhythmika wie Amiodaron und Chinidin oder Estramustin oder Amifostin oder Gold anwenden: Bei diesen Wirkstoffen können einige Arzneimittelwechselwirkungen auftreten.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen: wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte „Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm darf nicht eingenommen werden" und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Einnahme von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm sollte mindestens 15 Minuten vor einer Mahlzeit eingenommen werden.

Die Filmtabletten sollten nicht gleichzeitig mit Grapefruit oder Grapefruitsaft eingenommen werden.

Alkohol kann die Wirkung von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm verstärken. Es wird daher empfohlen, dass Sie entweder überhaupt keinen Alkohol zu sich nehmen oder Ihren Alkoholkonsum strikt begrenzen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm in der frühen Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Das Stillen von Neugeborenen (in den ersten Wochen nach der Geburt) und besonders von Frühgeburten wird nicht empfohlen, wenn Sie Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm einnehmen. Bei älteren Säuglingen sollte der Arzt Sie über Nutzen und mögliche Schäden der Anwendung von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm in der Stillzeit im Vergleich zu Behandlungsalternativen aufklären.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Wenn es bei Ihnen während der Behandlung mit diesem Arzneimittel zu Schwindelgefühl, Schwächegefühl, Müdigkeit oder Schläfrigkeit kommt, dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Kraftfahrzeuges setzen oder Maschinen bedienen.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis eine Tablette, einmal täglich zur gleichen Tageszeit. Nehmen Sie bitte die Tablette vorzugsweise am Morgen mindestens 15 Minuten vor dem Frühstück. Die Filmtabletten sollten unzerkaut mit Wasser eingenommen werden.

Die Filmtabletten sollten nicht gleichzeitig mit Grapefruit oder Grapefruitsaft eingenommen werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr als die ärztliche verschriebene Dosis eingenommen haben oder im Falle einer Überdosierung, suchen Sie sofort ärztliche Hilfe auf und nehmen Sie, falls möglich, die Filmtabletten und/oder das Behältnis mit zum Arzt.

Ein Überschreiten der richtigen Dosierung kann dazu führen, dass der Blutdruck zu weit absinkt und das Herz unregelmäßig oder schneller schlägt. Dies kann zu Bewusstlosigkeit führen.

Ferner kann ein starker Blutdruckabfall zu Minderdurchblutung wichtiger Organe, zu Kreislaufversagen und Nierenversagen führen.

Wenn Sie die Einnahme von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme Ihrer Tablette vergessen haben, nehmen Sie sie so bald als möglich ein, es sei denn, es ist fast an der Zeit für Ihre nächste Dosis. Danach setzen Sie die Anwendung wie üblich fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis am selben Tag.

Wenn Sie die Einnahme von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm abbrechen

Wenn Sie die Einnahme von Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm beenden, kann Ihr Blutdruck wieder ansteigen. Bitte reden Sie mit Ihrem Arzt, bevor sie die Einnahme beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die häufigsten Nebenwirkungen (Häufigkeit 1-10%), die mit Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm 20 mg/10 mg beobachtet wurden, sind Husten, Kopfschmerzen, Schwindel, Gewebeschwellungen (periphere Ödeme) und Ausschläge. Alle Nebenwirkungen, die mit Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm 20 mg/10 mg oder Enalapril oder Lercanidipin alleine beobachtet wurden, sind im Folgenden aufgelistet.

Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen), häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen), gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen), selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen), sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen).

Blut- und Lymphsystem

Gelegentlich: Anämie
Selten: Verminderung der Anzahl bestimmter Blutzellen, Abnahme bestimmter Laborwerte (Hämoglobin und Hämatokrit), herabgesetzte Funktion des Knochenmarks, Lymphknotenschwellung, Autoimmunkrankheiten.

Stoffwechsel

Gelegentlich: Zu niedrige Blutzuckerwerte.

Augen

Sehr häufig: Verschwommenes Sehen.

Nervensystem

Sehr häufig: Schwindel.
Häufig: Kopfschmerzen, Depressionen.
Gelegentlich: Verwirrtheitszustände, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität, Missempfindungen (z. B. Ameisenlaufen).
Selten: Verändertes Träumen, Schlafstörungen.

Herz-Kreislauf-System

Häufig: Anschwellen der Knöchel, Übermäßige Blutdrucksenkung einschließlich übermäßiger Blutdruckabfall beim Aufstehen, kurzzeitiger Bewusstseinsverlust (Ohnmacht), Herzinfarkt oder Schlaganfall, Schmerzen im Brustkorb, Herzengegefühl, unregelmäßiger Herzrhythmus, beschleunigter Herzschlag.
Gelegentlich: Herzklopfen.
Selten: Kältegefühl an Händen und Füßen.

Atemwege

Sehr häufig: Husten.
Häufig: Atemnot.
Gelegentlich: laufende Nase, Halsschmerzen und Heiserkeit, Stenoseatmung, Asthma.
Selten: Auffälligkeiten im Lungengewebe, Schnupfen, Entzündungen der Lunge.

Magen-Darm-Trakt

Sehr häufig: Übelkeit.
Häufig: Durchfall, Bauchschmerzen, Geschmacksveränderungen.
Gelegentlich: Darmverschluss, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Verstopfung, Appetitlosigkeit, Magenreizung, Mundtrockenheit, Magengeschwür.
Selten: Entzündungen der Mundschleimhaut mit Geschwürbildung, Entzündungen der Zungenschleimhaut.
Sehr selten: Zahnfleischwucherungen, Darmschwellung.

Leber und Galle

Selten: Leberversagen, Leberentzündung, Gelbsucht (Verfärbung der Haut und/oder des Weißen in den Augen).

Haut und Unterhautgewebe

Häufig: Gesichtsrötung, Hautrötung mit Wärmegefühl, Hautausschlag, Gewebeschwellung von Gesicht, Lippen, Zunge, Kehlkopf, Händen.
Gelegentlich: Vermehrtes Schwitzen, Juckreiz, Nesselsucht, Haarausfall.
Selten: Schwerwiegende Hautreaktionen.

Ein Symptomenkomplex wurde beschrieben, der mit einigen oder allen der folgenden Nebenwirkungen einhergehen kann: Fieber, Entzündung seröser Häute, Gefäßentzündung, Muskel- und Gelenkschmerzen/Muskel- und Gelenkentzündungen und bestimmten Laborwertveränderungen. Hautausschlag, Lichtempfindlichkeit oder andere Reaktionen der Haut können auftreten

Nieren und ableitende Harnwege

Gelegentlich: Nierenprobleme.
Selten: Verminderte Harnausscheidung, vermehrte Harnausscheidung.

Fortpflanzungsorgane und Brust

Gelegentlich: Impotenz.
Selten: Vergrößerung der Brust bei Männern.

Allgemein

Sehr häufig: Schwächegefühl.
Häufig: Müdigkeit, Gesichtsrötung.
Gelegentlich: Muskelkrämpfe, Gesichtsrötung, Ohrgeräusche, Unwohlsein, Fieber.

Laborwerte

Häufig: Anstieg der Kaliumwerte im Blut, Anstieg der Kreatininwerte im Blut.
Gelegentlich: Anstieg des Harnstoffs im Blut, Abnahme der Natriumwerte im Blut.
Selten: Erhöhte Laborwerte (Leberenzyme, Serum-Bilirubin).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Was Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm 20 mg/10 mg Filmtabletten enthält

Wie Wirkstoffe sind Enalaprilmaleat und Lercanidipinhydrochlorid.
Jede Filmtablette enthält 20 mg Enalaprilmaleat und 10 mg Lercanidipinhydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind:
Kern:
Mikrokristalline Cellulose, Natriumhydrogencarbonat, Vorverkleisterte Stärke (aus Mais), Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), Hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]
Filmüberzug:
Hypromellose, Macrogol 6000, Talkum, Titandioxid (E171), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172)

Wie Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm 20 mg/10 mg Filmtabletten aussieht und Inhalt der Packung

Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm 20 mg/10 mg Filmtabletten sind hellgelbe bis gelbliche, runde, bikonvexe Filmtabletten.

Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm 20 mg/10 mg Filmtabletten ist in Packungen mit 14, 28, 30 und 56 Filmtabletten erhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

ratiopharm GmbH
Graf-Arco-Str. 3
89079 Ulm

Hersteller

Merckle GmbH
Ludwig-Merckle-Str. 3
89143 Blaubeuren

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland: Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm 20 mg/10 mg Filmtabletten
Frankreich: Enalapril /lercanidipine Teva 20mg/10mg comprimé pelliculé
Italien: ENALAPRIL E LERCANIDIPINA TEVA
Portugal: Enalapril + Lercanidipina Teva
Spanien: Enalapril/Lercanidipino Teva 20/10 mg comprimidos recubiertos con película EFG

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2017.

Versionscode: Z02