Ginkgo biloba

Natürliche Hilfe für das Gedächtnis

„Lebendes Fossil“ mit medizinischer Bedeutung: Der Ginkgo-Baum ist nicht nur ein beliebter Zierbaum, sondern hat auch als Arzneipflanze schon eine lange Tradition. Manche Inhaltsstoffe des Ginkgo biloba-Baumes fördern die Durchblutung und können sich deshalb positiv auf die Gedächtnisleistung auswirken. Doch wie genau unterstützt Ginkgo das Gehirn? Und wie wird er angewendet? Wir geben einen Überblick über Ginkgo biloba, seine wirksamen Inhaltsstoffe und die Anwendung in der Medizin.


Ein Baum mit langer Tradition

Ginkgo biloba wird schon lange als medizinische Pflanze genutzt: Eine Anwendung wurde bereits vor 5.000 Jahren in einem chinesischen Arzneibuch beschrieben.

In China und Japan wird der Baum schon seit Jahrtausenden als lebensverlängernd und kraftspendend verehrt. Während in der westlichen Medizin besonders die Blätter von Bedeutung sind, kommen in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) auch die Samen und Wurzeln zum Einsatz.

Ginkgo-Extrakte in der Medizin

Bei einer Anwendung von Ginkgo biloba kommt es auf die Zubereitungsform an: Die wirksamen Inhaltsstoffe lösen sich nicht in Wasser, weshalb Tee aus Ginkgoblättern kaum wirksam ist. Um eine Wirkung zu erzielen, werden die aktiven Inhaltsstoffe aus den Blättern in Extrakten (Auszug aus den Pflanzenblättern) aufbereitet. In einem aufwendigen Verfahren wird dazu die Konzentration der zur Wirksamkeit beitragenden Pflanzenstoffe Flavonglykoside und Terpenlactone erhöht. Unerwünschte Stoffe wie Ginkgolsäure werden dagegen auf ein Minimum reduziert. Dieser Spezialextrakt kann dann bei verschiedenen Erkrankungen angewendet werden.

Der Extrakt wirkt durchblutungsfördernd und kann die Kommunikation zwischen den Nervenzellen verbessern. Dadurch kann er sich positiv auf die Gedächtnis- und Lernleistung sowie die Konzentrationsfähigkeit auswirken. Außerdem werden ihm antioxidative und nervenschützende Eigenschaften zugeschrieben. Wichtige Anwendungsgebiete des Extraktes sind daher:

  • Förderung der geistigen Leistungsfähigkeit (z. B. im Rahmen des dementiellen Syndroms )
  • Verbesserung der Konzentration bei Konzentrationsschwäche
  • Tinnitus, da der Extrakt die Durchblutung im Innenohr verbessern kann
  • Schwindel
  • Durchblutungsstörungen in den Beinen („periphere arterielle Verschlusskrankheit“ PAVK oder „Schaufensterkrankheit“)

 


Wussten Sie, dass…

… der Ginkgo weder ein Laub- noch ein Nadelbaum ist? Er wird einer eigenen Klasse innerhalb der Samenpflanzen zugeordnet, die nur durch eine einzige Art Ginkgo biloba vertreten wird.


Uralter Ginkobaum

Ginkgo-Baum oder „Großvater-Enkel-Baum“

Der Ginkgo gilt als „lebendes Fossil“: Ginkgo-Bäume existieren schon seit über 200 Millionen Jahren und lassen sich bis ins Jura nachweisen. Auch wenn heute viele Nebenlinien ausgestorben sind, gilt Ginkgo biloba als die älteste noch lebende Pflanzenart der Erde. Das Kuratorium „Baum des Jahres“ erklärte ihn um die Jahrtausendwende als Mahnmal für Umweltschutz und Frieden zum „Baum des Jahrtausends“. Besonderes Symbol dafür ist wohl der Ginkgo-Baum vor einer Tempelanlage in Hiroshima, der die Atombombe von 1945 überlebte. Er ging zwar in Flammen auf, trieb aber 1956 wieder aus und steht heute immer noch vor der wiederaufgebauten Tempelanlage. Ginkgo-Bäume können über 1.000 Jahre alt und bis zu 40 Meter hoch werden. Sie sind sommergrün, d. h. im Herbst verfärben sich die Blätter in leuchtendes gelb und fallen dann ab.

Sie sind in Asien beheimatet und kommen heute wild nur noch in bestimmten Tälern Chinas vor. Kultviert werden sie heute neben Japan in Amerika und Europa. Dorthin gelangte der Baum zu Beginn des 18. Jahrhunderts mit Seefahrern und ist seitdem wegen seiner Robustheit ein beliebter Zierbaum in Parks und Alleen. In Grünanlagen werden aber vorzugsweise nur männliche Ginkgo-Bäume angepflanzt, da weibliche Exemplare Früchte produzieren, die für Menschen stinken. Insekten werden von dem Geruch dagegen zur Bestäubung angelockt.


Wussten Sie, dass…

… der älteste Ginkgo-Baum Deutschlands wahrscheinlich im Frankfurter Stadtteil Rödelheim steht? Angeblich wurde er im Jahr 1750 gepflanzt.


Neben der botanischen Bezeichnung hat Ginkgo biloba noch viele malerische Namen, die aus dem Chinesischen stammen und sich entweder auf das majestätische Alter oder die zweigeteilte Form der Blätter beziehen: z. B. „Großvater-Enkel-Baum“, „Mädchenhaarbaum“, „Elefantenfußbaum“ oder „Elefantenohrbaum“. Die Kulturgeschichte Chinas verlieh dem Ginkgo große Bedeutung in der Kunst, der Philosophie und der Heilkunde: Wegen der Blattform wird der Baum z. B. mit Yin und Yang in Verbindung gebracht. Heute wird ihm zudem häufig die Bedeutung von Stärke und Hoffnung zugeschrieben.

 

Ginkobil-ratiopharm 120 mg

Kraft des Ginkgo biloba aus der Apotheke

Ein Spezialextrakt aus den Ginkgo-Blättern zählt zu den weltweit am besten erforschten pflanzlichen Extrakten und wird in Deutschland seit über 50 Jahren intensiv erforscht. Ginkobil® ratiopharm enthält einen solch hochwertigen Spezialextrakt. Er fördert die Durchblutung und die Sauerstoff- sowie Nährstoffversorgung des Gehirns und kann so zu einer Verbesserung von Gedächtnisstörungen im Rahmen des dementiellen Syndroms beitragen. Zudem schützt er die Nervenzellen vor freien Radikalen.

Ein aufwendiges Herstellungsverfahren mit über 20 Verarbeitungsschritten sorgt für eine ausgesprochene Reinheit und hohe Qualität. Dadurch wird ein höherer Gehalt an erwünschten Inhaltsstoffen erreicht, während unerwünschte Inhaltsstoffe weitgehend entfernt werden. Empfehlenswert ist eine hohe Dosierung des natürlichen Spezialextraktes von 240 mg pro Tag über mindestens acht Wochen. So kann Ginkgo biloba seine Eigenschaften am besten entfalten. Ginkobil® ratiopharm gibt es rezeptfrei in der Apotheke – als Filmtabletten in verschiedenen Wirkstärken und als Tropfen.

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Pflichttext

Ginkobil® ratiopharm 40 mg Filmtabletten
Ginkobil® ratiopharm 80 mg Filmtabletten
Ginkobil® ratiopharm 120 mg Filmtabletten
Ginkobil® ratiopharm 240 mg Filmtabletten
Ginkobil® ratiopharm Tropfen 40 mg
Wirkstoff: Ginkgo-biloba-Blätter-Trockenextrakt. Anwendungsgebiete: -40 mg; 80 mg; 120 mg; Tropfen: Zur symptomatischen Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungsstör. im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes bei Abnahme bzw. Verlust erworbener geistiger Fähigkeiten (dementielles Syndrom) mit den Hauptbeschwerden: Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmung, Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen. Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit bei Stadium II nach FONTAINE („Schaufensterkrankheit“) im Rahmen physikalisch-therapeutischen Maßnahmen, insbesondere Gehtraining. Schwindel, Ohrgeräusche infolge Durchblutungsstörungen oder altersbedingten Rückbildungsvorgängen. -240 mg: Zur Verbesserung einer altersbedingten kognitiven Beeinträchtigung (Verschlechterung geistiger Fähigkeiten) und der Lebensqualität bei leichter Demenz. Warnhinweis: -Filmtbl.: AM enth. Lactose u. weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtbl., d.h. es ist nahezu „natriumfrei“. -Tropfen: AM enth. weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro 40 Tr., d.h., es ist nahezu „natriumfrei“. Apothekenpflichtig.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
2/20; 12/20 (-Trpf.); 5/21 (-120 mg).

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