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Bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen, wie z. B. Morbus Crohn oder Psoriasis, ist die normale Entzündungsreaktion, mit der unser Immunsystem uns vor Krankheitserregern schützt, fehlgesteuert. Die Entzündung tritt dauerhaft oder wiederholt in starkem Maß auf und schädigt so den Körper. Solche sogenannten Autoimmunerkrankungen können durch eine antientzündliche Ernährung positiv beeinflusst werden. Nachstehend ein Überblick der wichtigsten chronisch-entzündlichen Erkrankungen.
Morbus Crohn
Colitis ulcerosa
Arthritis
Psoriasis
Morbus Crohn gehört zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED). Sie kann überall im Verdauungstrakt auftreten: vom Mund bis zum After. Am häufigsten sind jedoch das Ende des Dünndarms und der Beginn des Dickdarms betroffen.
Bei Morbus Crohn entzündet sich die Darmwand – meist über mehrere Schichten hinweg. Die Krankheit verläuft in Schüben: Auf akute Beschwerden können ruhigere Remissionsphasen folgen, in denen man weitgehend beschwerdefrei lebt.
Wenn Sie oder Ihre Angehörigen an Morbus Crohn erkrankt sind, bieten wir Ihnen mit einem eigenen, umfangreichen Ratgeber viele nützliche Informationen und alltagstaugliche Tipps.
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Colitis ulcerosa ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED), bei der sich die Schleimhaut des Dickdarms entzündet. Sie beginnt meist im Enddarm und breitet sich von dort aus. Anders als bei Morbus Crohn ist nur der Dickdarm betroffen, die Entzündung bleibt auf die innere Schleimhautschicht beschränkt. Die Erkrankung verläuft in Schüben mit beschwerdearmen Phasen dazwischen.
Colitis ulcerosa entsteht durch eine Fehlregulation des Immunsystems, das die eigene Darmschleimhaut angreift und chronische Entzündungen auslöst. Die genauen Ursachen sind nicht geklärt – eine genetische Veranlagung, Umweltfaktoren und Veränderungen im Darmmikrobiom könnten zusammen spielen.
Blutige Durchfälle, oft mit Schleim, sind das Hauptsymptom – manchmal bis zu 20 Mal am Tag in schweren Schüben. Dazu kommen krampfartige Bauchschmerzen, häufiger Stuhldrang (auch nachts) und das Gefühl der unvollständigen Darmentleerung. Viele Betroffene leiden auch unter Müdigkeit, Gewichtsverlust und allgemeiner Erschöpfung.
Die Erkrankung verläuft meist in Schüben – akute Entzündungsphasen mit starken Beschwerden wechseln sich mit Remissionsphasen ab, in denen kaum oder keine Symptome auftreten. Der Verlauf ist sehr individuell: Manche haben nur leichte Schübe, andere sind schwerer betroffen. Ziel jeder Therapie ist es, möglichst lang andauernde Remissionsphasen zu erreichen und die Lebensqualität zu erhalten.
Die Diagnose erfolgt durch eine Darmspiegelung (Koloskopie), bei der der Arzt die typischen Entzündungszeichen sehen und Gewebeproben entnehmen kann. Blut- und Stuhltests helfen, Entzündungsaktivität und andere Erkrankungen zu beurteilen. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT können das Ausmaß der Entzündung zeigen und helfen, Colitis ulcerosa von Morbus Crohn zu unterscheiden.
Schon gewusst? Der Darm eines Erwachsenen hat mit rund 300 Quadratmetern die Größe eines Tennisplatzes und ist im Schnitt fünf bis sieben Meter lang. Er ist damit unser längstes Organ.
Arthritis ist ein Sammelbegriff für entzündliche Gelenkerkrankungen, die Schmerzen, Schwellungen und Steifigkeit verursachen. Bei rheumatoider Arthritis (Gelenkrheumatismus) greift das Immunsystem fälschlicherweise die eigenen Gelenke an – ähnlich wie bei Morbus Crohn und anderen Autoimmunkrankheiten richtet sich die Abwehr gegen den eigenen Körper.
Rheumatoide Arthritis entsteht durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems, das die Gelenkinnenhaut angreift und chronische Entzündungen auslöst. Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt – Genetik, Umweltfaktoren und möglicherweise Infektionen spielen eine Rolle. Frauen sind etwa dreimal häufiger betroffen als Männer.
Geschwollene, schmerzende und steife Gelenke, besonders morgens oder nach Ruhephasen. Häufig sind zuerst die kleinen Gelenke an Händen und Füßen betroffen, oft symmetrisch auf beiden Körperseiten. Dazu kommen oft Müdigkeit, leichtes Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl.
Die Erkrankung kann sowohl langsam als auch in Schüben verlaufen. Dann wechseln sich Phasen mit starken Beschwerden mit ruhigeren Zeiten ab. Ohne Behandlung kann die Entzündung die Gelenke dauerhaft schädigen und zu Verformungen führen. Mit moderner Therapie lässt sich der Verlauf jedoch oft gut kontrollieren und die Lebensqualität erhalten.
Die Diagnose erfolgt durch eine Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung, Bluttests (z. B. Rheumafaktor, Entzündungswerte) und bildgebenden Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall. Ein Rheumatologe kann die Erkrankung feststellen und von anderen Gelenkerkrankungen abgrenzen. Je früher die Diagnose, desto besser die Behandlungschancen.
Schon gewusst? Im menschlichen Körper gibt es über 100 verschiedene Gelenke – vom winzigen Fingergelenk bis zum großen Hüftgelenk. Sie ermöglichen uns täglich Tausende von Bewegungen, meist völlig unbewusst.
Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der sich Hautzellen zu schnell erneuern und schuppige, gerötete Stellen bilden. Die Ursache liegt in einer Fehlregulation des Immunsystems, die zu anhaltenden Entzündungsprozessen führt. Neben der Haut können auch Gelenke betroffen sein (Psoriasis-Arthritis).
Psoriasis entsteht durch eine Überreaktion des Immunsystems, die zu einer beschleunigten Hauterneuerung führt – statt in etwa 28 Tagen erneuern sich die Hautzellen in nur 3-4 Tagen. Genetische Veranlagung spielt eine wichtige Rolle, aber auch Auslöser wie Stress, Infektionen oder Verletzungen können die Erkrankung erstmals aktivieren. Es ist keine ansteckende Krankheit.
Scharf begrenzte, gerötete Hautstellen mit silbrig-weißen Schuppen, die oft jucken oder brennen. Häufig betroffen sind Ellenbogen, Knie, Kopfhaut und der untere Rücken, aber auch andere Körperstellen können befallen sein. Bei etwa 30 % der Betroffenen entzünden sich auch die Gelenke (Psoriasis-Arthritis).
Psoriasis verläuft chronisch und meist in Schüben – Phasen mit starken Hautveränderungen wechseln sich mit beschwerdefreieren Zeiten ab. Stress, Infekte, bestimmte Medikamente oder auch klimatische Veränderungen können Schübe auslösen. Der Verlauf ist sehr individuell – manche haben nur leichte Symptome, andere sind stark betroffen.
Die Diagnose erfolgt meist durch eine körperliche Untersuchung der Haut – das typische Erscheinungsbild ist für Dermatologen oft eindeutig. In unklaren Fällen kann eine Hautbiopsie (Gewebeprobe) Sicherheit geben. Bluttests helfen, andere Hauterkrankungen auszuschließen. Bei Verdacht auf Psoriasis-Psoriasis-Arthritis werden auch die Gelenke genau untersucht.
Schon gewusst? Die Haut ist mit rund zwei Quadratmetern Fläche und bis zu 10 Kilogramm Gewicht unser größtes Organ. Sie erneuert sich normalerweise alle 28 Tage komplett – bei Psoriasis geschieht das in nur 3-4 Tagen.
Tipps & Infos für den Alltag mit Morbus Crohn.
Gesunde Mahlzeiten, Snacks und Smoothies für Schub- und Remissionsphase
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