Zwei Erwachsene beim Wandern im Wald, einer balanciert auf Baumstämmen

Ratgeber Osteoporose

Osteoporose, auch bekannt als Knochenschwund, ist eine Erkrankung, die viele Fragen aufwirft und Sorgen bereiten kann. Vielleicht haben Sie selbst die Diagnose erhalten, oder ein nahestehender Mensch ist betroffen. Eines ist klar: Sie sind nicht allein! Rund 6 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Knochenschwund (Osteoporose), wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer.1

Es ist eine Herausforderung, ja. Aber es gibt viele Möglichkeiten, aktiv entgegenzuwirken, Ihre Knochen zu stärken und Ihre Lebensqualität zu erhalten oder sogar zu verbessern. In diesem Ratgeber bündeln wir die wichtigsten Informationen rund um Osteoporose und zeigen Ihnen, wie Sie mit dem richtigen Wissen und gezielten Maßnahmen einen positiven Einfluss auf Ihre Gesundheit nehmen können.  



Was ist Osteoporose eigentlich?

Unser Knochengewebe ist ein lebendiges System, das sich ständig auf- und abbaut. Bis etwa zum 35. Lebensjahr wird unser Skelett aufgebaut und speichert Calcium. Danach beginnt ein natürlicher Alterungsprozess, bei dem Knochensubstanz langsam wieder abgebaut wird. Bei Osteoporose beschleunigt sich dieser Abbau über das normale Maß hinaus. Die Folge: Die Knochen werden porös, instabil und können leichter brechen. Besonders häufig tritt Osteoporose im höheren Alter auf. Bei Frauen spielt hier der Östrogenmangel nach den Wechseljahren eine große Rolle, da er zur Freisetzung von Calcium aus den Knochen führt. Das trägt dazu bei, dass rund 20 - 30 Prozent aller Frauen nach der letzten Regelblutung von Osteoporose betroffen sind.1

Warum sind Frauen häufiger betroffen?

Der Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose sagt, dass jede dritte Frau über 50 Jahren betroffen ist – bei Männern ist es jeder fünfte. Doch warum ist das so? Durch unterschiedliche genetische Voranlagen haben Frauen meist einen fragileren Knochenbau und zudem weniger Muskulatur. Das beeinflusst den Knochenaufbau: Frauen haben eine 30 % niedrigere Knochendichte.

Außerdem spielen auch die Wechseljahre der Frau eine große Rolle. Während dieser sinkt der Östrogenspiegel, was sich wiederum negativ auf die Knochendichte auswirken kann. Denn je weniger Östrogen vorhanden ist, desto mehr Knochen wird abgebaut. Am meisten Knochenmasse wird während der menopausalen Transition abgebaut, das ist die Phase von einem Jahr vor bis zwei Jahre nach der Menopause. 


Symptome: Osteoporose erkennen

Frau liegt mit Schmerzen im Bett und hält den Rücken

Bei Osteoporose spricht man oft von einer „stillen Krankheit“, da sie schleichend verläuft und anfangs oft nur geringe Beschwerden verursacht, zum Beispiel gelegentliche Rückenschmerzen. Im fortgeschrittenen Stadium können jedoch deutliche Symptome auftreten, die auf eine Schwächung der Knochen hinweisen: 

  • Häufige Knochenbrüche: Ohne erkennbaren Anlass, besonders an Handgelenk, Oberschenkelhals und Wirbeln. Wirbelbrüche werden oft fälschlicherweise als „Hexenschuss“ gedeutet.
  • Akute Schmerzen: Besonders im Brust- und Lendenwirbelbereich, die manchmal irrtümlich als Darmerkrankung interpretiert werden.
  • Muskelverspannungen: Führen zu Falten entlang der Wirbelsäule, dem sogenannten „Tannenbaumphänomen“.
  • Abnahme der Körpergröße: Durch Verformungen der Wirbelsäule, oft verbunden mit einem Rundrücken („Witwenbuckel“).
     

Sollten Sie diese Symptome bei sich bemerken, bleiben Sie ruhig, aber nehmen Sie sie ernst. Denn wer dann handelt und entsprechende Maßnahmen einleitet, kann einem schweren Verlauf vorbeugen. 


Ursachen & Risikofaktoren: Was Ihre Knochen beeinflusst

Die Entstehung von Osteoporose ist vielschichtig. Allerdings lassen sich in vielen Fällen keine konkreten Auslöser für die Entstehung einer Osteoporose erkennen, eher sind bestimmte Risikofaktoren an der Entstehung beteiligt. Diese Form der Osteoporose wird auch „primäre Osteoporose“ genannt. Wenn eine Grunderkrankung wie Diabetes mellitus Typ 1 vorliegt, kann diese zur Demineralisation der Knochen führen. Diese kann auch durch eine medikamentöse Langzeitbehandlung mit Kortison entstehen. In diesem Fall wird von „sekundärer Osteoporose“ gesprochen. Davon können auch jüngere Menschen betroffen sein. 

Es gibt einige Risikofaktoren, die die Entstehung von Osteoporose begünstigen. Wenn Sie sich in vielen dieser Punkte wiedererkennen, ist es umso wichtiger einem Verdacht auf Osteoporose nachzugehen:  

  • Höheres Lebensalter
  • Ihr Geschlecht: Sie sind eine Frau und befinden sich in den Wechseljahren?
  • Genetische Bedingungen: Schlanke Menschen haben oft weniger Knochenmasse
  • Osteoporose in der Familie kann Ihr Risiko erhöhen
  • Bewegungsmangel
  • Calciummangel 
  • Vitamin D-Mangel
  • Regelmäßiger Konsum von Alkohol
  • Regelmäßiges Rauchen (Nikotinkonsum)
  • Unter- oder Übergewicht

Osteoporose diagnostizieren: Untersuchungen und Tests¹

Um Osteoporose sicher zu diagnostizieren, führt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt zunächst ein ausführliches Gespräch über Ihre Krankengeschichte (Anamnese) durch. Danach folgen körperliche Untersuchungen und spezielle Tests, wie z. B. Blut- und Urintests. Denn auch wenn die unterschiedlichen Verfahren für ein Teilgebiet recht aussagekräftig sind, verhilft oft nur eine Kombination zu einem ganzheitlichen Bild der Diagnose. Dennoch sind die Untersuchungen gemeinsam mit Ihrem Behandlungsteam abzuwägen, da Strahlenbelastung oder Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden können. 

Wir geben Ihnen einen Überblick über die unterschiedlichen Untersuchungen, die bei der Diagnostik eine Rolle spielen können. Welche jedoch in Ihrem persönlichen Fall zum Einsatz kommen, hängt ganz von den individuellen Beschwerden und der Empfehlung des Behandlungsteams ab.

Um Osteoporose zu diagnostizieren, wird häufig eine Knochendichtemessung hinzugezogen. Dabei wird der Mineralsalzgehalt der Knochen bestimmt. Mit dieser Messung lassen sich in der Folge Rückschlüsse auf die Stabilität der Knochen ziehen. Allerdings ist ein Ergebnis einer solchen Untersuchung nicht gleichzeitig auch ein Indikator dafür, wie hoch das Risiko für einen Knochenbruch ist – ein ermittelter Wert sollte also immer im Kontext der anderen Risikofaktoren gesehen werden. 

Untersucht wird der Mineralsalzgehalt mittels einer speziellen Röntgenmethode. Diese wird auch DEXA oder DXA (das steht für „Dual Energy X-Ray Absorptiometry“) genannt. Bei der Untersuchung werden schwache Röntgenstrahlen durch die Knochen der Lendenwirbelsäule und des Oberschenkelhalses geleitet. Dabei wird gemessen, wie stark die Knochen die Strahlung durchlassen. Je mehr dies der Fall ist, desto geringer ist die Knochendichte. 

Bei einer DEXA liegt die Patientin oder der Patient flach auf dem Rücken auf eine Liege. Unter dieser befindet sich eine Strahlenquelle. Ein Messarm, der sich über den Körper bewegt, misst, wie viele Röntgenstrahlen vom Körperaufgenommen werden. Nach 5 - 10 Minuten ist die Untersuchung abgeschlossen.

Die QCT erstellt Schichtaufnahmen der Lendenwirbelsäule und ermöglicht dadurch eine dreidimensionale Bestimmung der Knochendichte. Die periphäre qualitative Computertomografie untersucht meist Speiche oder Schienbein und kann frühe Dichteveränderungen, wie etwa unter Kortisontherapie, sichtbar machen. Da die Strahlenbelastung bei der QCT deutlich höher ist als bei der DXA-Messung, wird sie heute seltener eingesetzt. Ein Röntgenpass wie der TK-Röntgenpass hilft dabei, den Überblick über alle vorgenommenen Röntgenuntersuchungen zu behalten.

Die quantitative Ultraschallmessung ist ein strahlungsfreies Verfahren, das Ultraschall anstelle von Röntgenstrahlen nutzt. Untersucht werden häufig Speiche, Fersenbein oder Fingerknochen. Gemessen werden die Abschwächung der Schallenergie sowie die Geschwindigkeit des Ultraschalls im Knochen. Aus diesen Messwerten lässt sich ebenfalls auf den Knochenmineralsalzgehalt schließen.

Mit einer Röntgenuntersuchung können Knochen besonders gut dargestellt werden. Insbesondere bei Knochenbrüchen, Fehlstellungen oder der Planung von Operationen können sie hilfreich sein. Ein Röntgenbild zu erstellen, dauert meist nur wenige Minuten, geht aber mit einer Strahlenbelastung einher. Aus diesem Grund tragen Sie und das Praxispersonal besondere Schutzkleidung. Zur Früherkennung von Osteoporose eignen sich Untersuchungen wie das Röntgen, Computertomografie oder Kernspintomografie nicht. Diese können zur Abklärung ungeklärter Schmerzen hinzugezogen werden.

Die Computertomografie (oder umgangssprachlich auch CT genannt) wird eingesetzt, um Knochenveränderungen sichtbar zu machen. Diese sind auf einem normalen Röntgenbild häufig nicht zu sehen. Auch die Computertomografie arbeitet mit Röntgenstrahlung. Sie röntgt aber nicht den gesamten Untersuchungsbereich, sondern nur dünne Schichten. Aus den einzelnen Schichten wird später ein mehrdimensionales Schnittbild der jeweiligen Region berechnet. Für eine solche Untersuchung gibt es ein eigenes Gerät, das eine ringartige Form hat, in welche die Patientin oder der Patient hineingeschoben wird. Dann rotiert eine Röntgenquelle um die betreffende Körperregion. Je nach deren Größe dauert eine Untersuchung 5 - 30 Minuten.

Ein MRT wird dann angefertigt, wenn das Behandlungsteam sich ein Bild von Muskeln, Bändern oder Gelenkknorpeln machen möchte. Wie beim CT werden auch beim MRT detaillierte Schnittbilder erstellt. Das jedoch nicht mit Röntgenstrahlung, sondern mit Magnetfeldern und Radiowellen. Dieses Verfahren hilft bei der Diagnosestellung rund um Erkrankungen der Knie, Schultern oder der Wirbelsäule, da z. B. Bandscheibenvorfälle oder Meniskusverletzungen sichtbar gemacht werden können. Wie bei einem CT wird die Patientin oder der Patient auch hier liegend in eine Röhre geschoben und dort für 15 - 30 Minuten untersucht. 

Allerdings ist Vorsicht geboten, wenn Sie ein metallisches Implantat oder einen Herzschrittmacher tragen. Das sollten Sie vorher unbedingt mit dem Personal absprechen.  


Therapie und begleitende Maßnahmen: Ein starkes Team für Ihre Knochen¹

Eine Osteoporose-Therapie ist ein Zusammenspiel verschiedener wichtiger Bausteine, um Ihre Knochen zu stärken, Schmerzen zu lindern und Knochenbrüche zu verhindern. Eine klare Abfolge oder ein bestimmtes Maß der Behandlungsmaßnahmen lässt sich nicht festlegen: Optimal ist immer eine personalisierte Behandlung unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse und Risikofaktoren.

In frühen Phasen der Osteoporose können konservative Maßnahmen – auch Basistherapie genannt – ausreichen. Eine ausgewogene Ernährung sowie die Supplementierung mit Vitamin D und Calcium sind hier fester Bestandteil. Ergänzend kann eine Schmerz- und Bewegungstherapie zur Behandlung hinzugezogen werden. Hierbei gilt es den Körper gezielt zu trainieren, um bestimmte Muskeln und das Gleichgewicht zu stärken. Die beiden Punkte Ernährung und Bewegung sind entscheidend für den Fortschritt Ihrer Osteoporose(-therapie) – nehmen Sie sie ernst!

Wenn die Erkrankung schon fortgeschritten ist, kommen Medikamente zum Einsatz, die den Knochenabbauprozess stoppen. Das sind unter anderem sogenannte Bisphosphonate. Für eine erfolgreiche Therapie mit Bisphosphonaten ist eine weitere Supplementierung mit Calcium und Vitamin D unerlässlich. In manchen Fällen werden auch osteoanabole Therapien wie z.B. Teriparatid eingesetzt, die den Knochenaufbau fördern. Bei Frauen kommen im Zusammenhang mit potenziellen weiteren Erkrankungen oder Beschwerden auch Östrogene zum Einsatz, die sich ebenfalls den Knochen Abbau hemmen.

Wenn bereits ein Knochenbruch vorliegt, kann auch ein operativer Eingriff nötig sein. Hierzu wird Ihr Behandlungsteam Sie im Falle eines Falles umfassend beraten.



Glühbirne

 

Therapieziele 

Das übergeordnete Ziel all dieser Therapieansätze ist immer, die Knochendichte zu stabilisieren, die Mobilität so lange wie möglich zu erhalten und Brüche zu vermeiden.

 


Praktische Tipps für den Alltag

Im Sinne der Basis-Therapie – also mit dem vorrangigen Ziel, die Knochenstabilität zu erhöhen und das Frakturrisiko zu verringern – gibt es viele Dinge, die Sie selbst tun können, um Ihre Knochen zu schützen und Ihren Alltag sicherer zu gestalten.


Gemüse, Käse, Hülsenfrüchte und Milchprodukte auf heller Oberfläche präsentiert

Wie bereits erwähnt ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung einer der Hauptpfeiler eines erfolgreichen Umgangs mit der Osteoporose-Diagnose. Sie sollten darauf achten, möglichst Calcium- und Vitamin D-reich zu essen. Das heißt, Sie sollten ab jetzt viele Milchprodukte in Ihren Ernährungsplan aufnehmen. Aber auch Wasser und bestimmte Obst- und Gemüsesorten wie Spinat enthalten viel Calcium. Beim Wasser kann sich der Gehalt jedoch je nach Abfüllort unterscheiden – hier gibt ein schneller Anruf beim zuständigen Stadtwerk Auskunft.2 Vitamin D ist in Lebensmitteln gar nicht so einfach zu finden. Außer in Eigelb, Pilzen und fettreichem Fisch findet es sich kaum im alltäglichen Essen. Daher empfiehlt es sich hier, regelmäßig ans Tageslicht zu gehen.3 Wie Calcium und Vitamin D genau im Körper wirken und welche Lebensmittel besonders viel davon enthalten, erfahren Sie auch in unserem Ratgeber Ernährung bei Osteoporose.
 


Glühbirne

 

AUFGEPASST: Trotz einer ausgewogenen Ernährung sollten Sie zusätzlich Calcium- und Vitamin-D-Präparate zu sich nehmen, um Ihren Bedarf zu decken. Ihr Behandlungsteam hilft Ihnen bei der Frage, welche Nahrungsergänzungsmittel sich dafür am besten eignen.

 

Person balanciert auf Holzstämmen im Wald bei Sonnenlicht

Auch Bewegung spielt eine tragende Rolle bei der Gestaltung des Alltags mit Osteoporose. Denn regelmäßige Bewegung und gezieltes Training stärken die Knochen sozusagen von innen. Denn bei jeder Bewegung wie z. B. beim Gehen, biegen sich die Knochen ganz leicht. Knochenzellen werden dadurch dazu veranlasst, neues Knochenmaterial aufzubauen. Aber nicht nur das: Korrekt ausgeführtes und individuelles Training hilft dabei, bestimmte Muskelgruppen zu stärken, den Gleichgewichtssinn zu schulen und die Koordination des Körpers zu erhalten. So lassen sich Knochenbrüche vorbeugen und das Sturzrisiko minimieren. Mehr Informationen zu Bewegungs- und Trainingsarten sowie passende Übungen finden Sie in unserem Ratgeber Bewegung bei Osteoporose.

Außerdem lohnt es sich, den eigenen Lebensstil zu reflektieren und im Falle einer Osteoporose-Diagnose gegebenenfalls anzupassen. Schließlich können ungesunde Gewohnheiten das Risiko für weitere Knochenschäden deutlich steigern. 


Zigarette in offener Hand, zweite Hand setzt zum Wegschnippen an
  • Zu viel Alkohol z. B. erhöht das Risiko für Stürze, Unfälle und Knochenbrüche und belastet darüber hinaus viele Bereiche der Gesundheit. Deshalb empfiehlt es sich ganz auf Alkohol zu verzichten oder den Konsum stark einzuschränken.  
  • Auch Rauchen beeinflusst die Knochengesundheit negativ und erhöht das Risiko für Osteoporose sowie Knochenbrüche. Fachleute vermuten unter anderem, dass Cadmium aus dem Tabakrauch die Calciumaufnahme der Knochen beeinträchtigt. Neben dem Schutz der Knochen gibt es viele weitere gesundheitliche Vorteile, mit dem Rauchen aufzuhören. 
  • Insgesamt lohnt es sich für die Gesundheit der Knochen und des ganzen Körpers, sowohl Alkohol zu reduzieren als auch das Rauchen aufzugeben. 

Wenn Sie sich bei der Rauchentwöhnung Unterstützung wünschen, können Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin beraten lassen und gemeinsam besprechen welche Maßnahmen und medikamentöse Therapien für Sie in Frage kommen. 

Auch wenn Sie auf Ihre Ernährung und genügend Bewegung achten: es gibt noch weitere Faktoren, die ein Leben mit Osteoporose beeinflussen oder Ihr Sturzrisiko minimieren können. Folgende Maßnahmen helfen Ihnen dabei, Ihren Alltag sicher gestalten zu können.

  • Stolperfallen beseitigen: Entfernen Sie lose Teppiche, Kabel und schaffen Sie eine gute Beleuchtung in Ihrer Wohnung.
  • Sicherheitsmaßnahmen: Nutzen Sie Haltegriffe, rutschfeste Matten und tragen Sie bequeme, gut passende Schuhe.
  • Medikamenten-Check: Sprechen Sie mit Ihrem Behandlungsteam über Medikamente, die Ihr Sturzrisiko beeinflussen könnten.
  • Gesundheitsprobleme frühzeitig abklären: Lassen Sie Sehprobleme oder andere Erkrankungen, die das Sturzrisiko erhöhen, rechtzeitig behandeln.
  • Therapietreue: Bleiben Sie konsequent bei den Empfehlungen Ihres Behandlungsteams – Ihre Gesundheit dankt es Ihnen!

Relevanz der Therapietreue – dran bleiben hilft!

Damit Sie von Ihrer medikamentösen Behandlung bestmöglich profitieren ist es wichtig, dass Sie die Wirkstoffe korrekt und in der geforderten Regelmäßigkeit einnehmen. Diese „Therapietreue“ (oder auch „Compliance“ genannt) ist also die wichtigste Voraussetzung, dass die vorgesehene Wirkung der Medikamente auch eintritt. Sollten Sie Angst vor Nebenwirkungen haben oder vielleicht keine Beschwerden mehr spüren: Sprechen Sie immer zuerst mit Ihrem Behandlungsteam, bevor Sie eigenmächtig Ihre Medikamente absetzen oder die Dosis verringern. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Ihre Sorgen ernst nehmen und mit Ihnen die nächsten Schritte besprechen.  

Lächelndes Wanderpaar mit Rucksäcken auf Waldweg bei Sonnenschein

Osteoporose vorbeugen: Frühzeitig handeln

Auch wenn Sie (noch) nicht betroffen sind: Ein gesunder Lebensstil kann entscheidend dazu beitragen, Osteoporose vorzubeugen und Ihre Knochen lange stark zu halten. Achten Sie daher auf eine ausgewogene Ernährung sowie regelmäßige Bewegung, nehmen Sie Beschwerden ernst und besprechen sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. 


Quellen:
1. S3-Leitlinie Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und bei Männern ab dem 50. Lebensjahr, Langfassung V 2.1, Dachverband Osteologie e.V., Stand: 06.09.2023
2. Calcium content of common foods | International Osteoporosis Foundation. Abgerufen am 21.11.2025.
3. Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin D - Gemeinsame FAQ des BfR, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) und des Max Rubner-Instituts (MRI) vom 3. Dezember 2014. Abgerufen am 21.11.2025.