Nasenspray ohne Konservierungsstoffe

Junge Frau verwendet Nasenspray ohne Konservierungsstoffe

Konservierungsstoffe in Nasensprays

Die Einführung von Konservierungsmitteln im Nasenspray, um dieses vor Verunreinigungen zu schützen, war lange Zeit ein bemerkenswerter Fortschritt. Heutzutage sprechen allerdings zahlreiche Gründe gegen diesen Einsatz. Insbesondere bei Schnupfen können Konservierungsstoffe die bereits strapazierte Nasenschleimhaut zusätzlich schädigen. Beim Griff zum Nasenspray lohnt es sich daher auf die Inhaltsstoffe zu achten und ein Präparat ohne Konservierungsstoffe zu verwenden. Denn dank moderner Produktionsmethoden und einem speziellen Verschlusssystem kann auf den Einsatz von Konservierungsmitteln heutzutage problemlos verzichtet werden.

Bei der Auswahl des richtigen Nasensprays kann das Apotheken-Team beratend unterstützen. Eine gesunde Nasenschleimhaut wird Ihnen Ihre sorgfältige Auswahl danken!

 

Welche Aufgaben erfüllen Konservierungsstoffe?

Konservierungsmittel kommen als antimikrobielle Stoffe, die Mikroorganismen im Wachstum hemmen oder töten, in vielen Bereichen zum Einsatz – von Lebensmitteln und Kosmetik bis hin zu Medizinprodukten. Bei letzteren ist ihr Einsatz allerdings oft umstritten und nicht mehr immer zeitgemäß. Ein häufig verwendetes Konservierungsmittel ist das toxische Benzalkoniumchlorid. Aufgrund seiner aggressiven Wirkung ist es Bestandteil mancher Desinfektions- und Reinigungsmittel und kommt auch in Schwimmbädern bei der Bekämpfung von Algen zum Einsatz.

In der Medizin findet es unter anderem in Augentropfen und Nasensprays Verwendung. Nasensprays kommen bei ihrer Anwendung zwangsläufig mit der Nasenschleimhaut in Kontakt. Diese ist besonders bei Schnupfen mit vielen Keimen besetzt. Konservierungsstoffe sollten ursprünglich verhindern, dass Keime, die durch den Sprühkopf in die Flasche gelangt sind, sich dort vermehren und bei der nächsten Anwendung zurück auf die empfindliche Schleimhaut gelangen. Da der Einsatz von Konservierungsstoffen Gefahren für die sensible Nasenschleimhaut mit sich bringt, steht es hier allerdings seit Jahren in der Kritik. Zudem ist es heute möglich, den Inhalt der Nasensprays auch ohne den Zusatz von Konservierungsstoffen keimfrei zu halten.


Grafik Zilien

Das Problem mit Benzalkoniumchlorid

Benzalkoniumchlorid wirkt bei der Bekämpfung von Bakterien und anderen Mikroorganismen sehr aggressiv. Wird er in Augentropfen eingesetzt, kann es beispielsweise zur Schädigung von Hornhaut, Bindehaut und Tränenfilm kommen. Konservierungsmittelfreie Präparate haben sich daher hier bereits etabliert. Auch auf die Nasenschleimhaut hat der Konservierungsstoff erhebliche schädigende Wirkungen: Er kann nicht nur Zellschädigungen verursachen und Allergien auslösen, sondern auch die Selbstreinigungsfunktion der Nase behindern. Feine Flimmerhärchen auf der Schleimhaut, die sogenannten Zilien, sind dafür verantwortlich, das auf der Nasenschleimhaut aufliegende Sekret abzutransportieren.

Benzalkoniumchlorid kann die Schlagfrequenz der Zilien beeinflussen und sie im Extremfall sogar ganz zum Erliegen bringen. Die Nasenschleimhaut kann dadurch ihre Funktion nicht mehr richtig erfüllen. Diese Schädigungen sind schlimmstenfalls sogar irreversibel. Zudem kann Benzalkoniumchlorid bei längerer Nutzug von abschwellenden Nasensprays zu einer Anschwellung der Schleimhaut führen – und damit das Risiko einer Abhängigkeit, inklusive einer chronischen Nasenhautschwellung (Rhinitis Medicamentosa), erhöhen.

 

Grafik Verschlusssystem

Konservierungsmittelfreie Alternativen

Insbesondere wenn die Nasenschleimhaut durch einen Schnupfen bereits strapaziert ist, ist es unerlässlich sie zu schützen und nicht noch zusätzlich durch den Einsatz von Konservierungsmitteln zu belasten.

Alle Schnupfensprays von ratiopharm sind zu 100% konservierungsmittelfrei. Nasensprays, wie NasenDuo® Nasenspray, können durch ein spezielles Verschlusssystem auf Konservierungsstoffe verzichten. Dieses verhindert, dass beim Kontakt mit der Nasenschleimhaut Keime in die Flasche gelangen und das Spray verunreinigen.

 

Zudem wird NasenDuo® Nasenspray unter sterilen Bedingungen im Reinraum produziert. Mit einer Haltbarkeit von sechs Monaten nach Anbruch ist es genauso lange haltbar wie die konservierungsmittelhaltigen Alternativen. Zusätzlich enthält NasenDuo® Nasenspray Dexpanthenol als pflegende Komponente. Es schützt daher nicht nur die angegriffene Schleimhaut, sondern pflegt sie zugleich und unterstützt ihre Wundheilung.

 

Arbeiter in steriler Produktion
Produktion Nasenspray
Arbeiter in der Nasenspray Produktion

Wissenswertes

Konservierungsmittelfrei!
Konservierungsstoffe wie Benzalkoniumchlorid können die Schleimhäute zusätzlich schädigen. Sie lähmen die Bewegung der Flimmerhärchen und hindern damit den Abtransport von Schadstoffen und Erregern. Daher sollte ein Nasenspray ohne Konservierungsmittel verwendet werden.

 

 

Richtig angewendet
Bei einer dauerhaften Anwendung eines abschwellenden Nasensprays kann sich der Körper an den abschwellenden Effekt gewöhnen. Daher sollten Sie maximal sieben Tage in Folge angewendet werden.

 

 

Ein gutes Nasenklima
Warme Heizungsluft trocknet die Schleimhäute schneller aus und erhöht die Anfälligkeit gegenüber Krankheitserregern. Eine gute Luftfeuchtigkeit bewahrt den natürlichen Selbstreinigungsmechanismus der Nase. Gleichzeitig können Nasensprays mit isotonischer Kochsalzlösung oder einer pflegenden Komponente wie Dexpanthenol die Nase pflegen und befeuchten.

Grafik Querschnitt Nase und Umgebung

Eine kleine Klimaanlage
Kalte Luft wird durch die Nasenschleimhaut erwärmt und warme Luft mittels Verdunstung abgekühlt. Gleichzeitig befeuchtet das Nasensekret die vorbeiströmende Luft. Die Atemluft wäre für die Lunge sonst meist zu kalt und zu trocken. 

Gut organisierte Reinigungskraft
Die Nasenhaare fangen gröbere Partikel (z. B. Staub oder Pollen) ab. Feine Flimmerhärchen auf der Nasenschleimhaut fangen kleine Teilchen (z. B. Schadstoffe oder Krankheitserreger) ab und transportieren sie Richtung Rachen. Die Atemluft wird so gereinigt, bevor sie die Lunge erreicht.

Frühwarnsystem
Beim Riechen und Schlucken gelangen Luftwirbel mit Duftstoffen an die Riechschleimhaut, die dann als Gesamteindruck ins Riechzentrum des Gehirns weitergeleitet werden. Der Geruchssinn warnt dabei auch frühzeitig vor Ungenießbarem oder Gefahren (z. B. Feuer oder Gasaustritt).

Der richtige Klang 
Die Nase beeinflusst das Stimm- und Klangbild beim Sprechen. Sie dient zusammen mit den verschiedenen Nebenhöhlen als Resonanzraum für das Aussprechen der Konsonanten m, n und ng. Bei Schnupfen ist der Resonanzraum verengt und die Aussprache kann näselnd klingen.

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Die Nase übernimmt viele wichtige Aufgaben für den Körper – so trägt sie zum Beispiel stark zum Schutz der Lunge bei. Was zunächst seltsam klingt, ist auf den zweiten Blick logisch: Die Nase bereitet die Atemluft für die Lunge vor. Als kleine Klimaanlage mit Klärfunktion reguliert sie die eingeatmete Luft auf Körpertemperatur, befeuchtet sie und filtert den Schmutz heraus. Die Lunge kann so in der Regel ihre Arbeit erfüllen, ohne durch die Atemluft geschädigt zu werden.

Aber nicht nur das macht sie überlebenswichtig: Mit der Wahrnehmung von Gerüchen warnt sie vor ungenießbaren Lebensmitteln, die verdorben oder giftig sind und lässt uns einen Bogen um Gefahren machen, wenn wir Schadstoffe riechen. Und auch zwischenmenschlich spielt sie eine wichtige Rolle, da wir am Geruch Menschen erkennen, die wir gerne mögen. Es heißt nicht ohne guten Grund „Ich kann dich gut riechen“.

Und auch für die Sprachbildung ist unsere Nase unerlässlich, denn sie hilft uns dabei bestimmte Silben auszusprechen. Das merken wir sofort, wenn die Nase verstopft ist, denn dann klingen wir näselnd.

Ein so zentrales Aufgabenfeld zeigt deutlich, wie wichtig es ist, die Nase und die Nasenschleimhaut zu schützen. Denn nur eine gut funktionierende und gepflegte Nase kann ihre Aufgaben übernehmen. Umso wichtiger ist es, bei der Verwendung von Nasensprays auf konservierungsmittelfreie Präparate zurückzugreifen und sich dabei an die Anwendungshinweise zu halten.

Zilien sind für die Selbstreinigung der Atemwege erforderlich. Es handelt sich dabei um feine Flimmerhärchen auf der Schleimhaut, die durch koordiniertes Schlagen das Nasensekret in Richtung Rachen bewegen. Im Sekret sind allerlei Fremdstoffe und Keime gelöst, die so aus der Nase transportiert werden. Vom Rachen gelangt es dann entweder durch Schlucken in den Magen, wo es verdaut wird, oder wird einfach ausgehustet.

Am besten arbeiten die Zilien bei einer Temperatur von 37 Grad und einer relativen Luftfeuchte von 100 Prozent. Konservierungsstoffe können sie lähmen, sodass die Atemwege nicht mehr ausreichend geschützt werden und Keime leichter eindringen können. Zilien kommen aber nicht nur in der Nase vor. Sie besetzen beispielsweise auch das Innere der Bronchien.


Pflichttext

NasenDuo® Nasenspray
NasenDuo® Nasenspray Kinder
Anwendungsgebiete: Zur Abschwellung der Nasenschleimhaut bei Schnupfen und zur unterstützenden Behandl. der Heilung von Haut- und Schleimhautschäden, anfallsweise auftretendem Fließschnupfen und zur Behandl. der Nasenatmungsbehinderung nach operativen Eingriffen an der Nase. -Nasenspray 1 mg/ml + 50 mg/ml Nasenspray ist für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren -Nasenspray Kinder 0,5 mg/ml + 50 mg/ml Nasenspray ist für Kinder zwischen 2 und 6 Jahren. Apothekenpflichtig.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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