Wissen über das Auge


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Die Tränenflüssigkeit

Das menschliche Auge ist ein Hochleistungsorgan, obwohl es lediglich einen Durchmesser von 24 Millimetern hat und gerade mal 7,5 Gramm wiegt. Damit das Auge funktionsfähig bleibt, wird die Oberfläche von einem dünnen Film aus salzhaltiger Tränenflüssigkeit überzogen. Diese wird hauptsächlich in den Tränendrüsen produziert und durch den Lidschlag gleichmäßig auf der Augenoberfläche verteilt. Die Produktion der Tränenflüssigkeit wird durch das vegetative Nervensystem gesteuert.



Wozu dient die Tränenflüssigkeit?

Aufgabe der Tränenflüssigkeit ist es, Hornhaut und Bindehaut feucht zu halten, die Hornhaut mit Sauerstoff zu versorgen und das Auge durch keimtötende Substanzen vor Infektionen zu schützen. Außerdem sorgt die Tränenflüssigkeit dafür, dass kleine Fremdkörper aus dem Auge ausgeschwemmt werden können. Der Tränenfilm, der nur 7 Tausendstel Zentimeter misst, enthält Salze, Eiweißstoffe, Enzyme und Antikörper und ist aus drei Schichten aufgebaut: einer schleimhaltigen, einer wässrigen und einer fetthaltigen Schicht.



Der Aufbau des Tränenfilms

Die schleimhaltige Schicht (Mucinschicht) befindet sich direkt auf der Augenoberfläche und dient dazu, Unebenheiten der Hornhaut auszugleichen sowie die Haftung des Tränenfilms an der Augenoberfläche zu verstärken. Die mittlere ist die wässrige Schicht, die das Auge befeuchtet, ernährt und vor Infektionen schützt. Die äußere Schicht (Lipidschicht) ist sehr dünn und fetthaltig. Sie sorgt dafür, dass die Tränenflüssigkeit nicht verdunstet oder über den Lidrand abläuft. Ist die Menge des Tränenfilms verringert oder die Zusammensetzung gestört, können auf der Augenoberfläche rauhe Stellen entstehen und so zu Fremdkörpergefühl, Brennen oder Juckreiz führen. Weitere Symptome bei trockenen Augen können Druckgefühl, tränende oder gerötete Augen sein. 

 

 

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