Behandlung


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Akut-Therapie und Prophylaxe bei Cluster-Kopfschmerzen

Cluster-Kopfschmerzen sind bislang zwar noch nicht heilbar, die Stärke und Häufigkeit der Attacken können aber durch eine gezielte medikamentöse Behandlung deutlich verringert werden. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer Akut-Therapie und einer Prophylaxe (Vorbeugung).

Akut-Therapie

Bei einer Clusterkopfschmerz-Attacke führt das Einatmen von reinem Sauerstoff über eine Atemmaske bei ca. 80% der Patienten zur Schmerzfreiheit. Die Sauerstoff-Behandlung sollte innerhalb der ersten 15 Minuten einer Attacke begonnen und über 15 bis 20 Minuten lang durchgeführt werden.

Als weitere Option können (verschreibungspflichtige) Triptane eingesetzt werden. Die Anwendung als Nasenspray ist empfehlenswert, um einen schnelleren Wirkeintritt zu erreichen. Die Injektion eines Triptans unter die Haut (subkutan) ist mit der schnellsten und stärksten Wirksamkeit verbunden und kann auch vom Patienten erlernt und selbst durchgeführt werden. Außerdem hat sich die Anwendung von lokal wirkenden Betäubungsmitteln wie Lidocain als Nasenspray bewährt.

Prophylaxe

Beim chronischen und episodischen Cluster-Kopfschmerz ist der Wirkstoff Verapamil die erste Wahl. Verapamil gehört zur Gruppe der Kalziumantagonisten, die auch zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden. Zur Prophylaxe von Clusterkopfschmerzen wird Verapamil allerdings in wesentlich höheren Dosierungen verwendet.

Auch eine Stoßtherapie mit Kortikoiden kann bei vielen Betroffenen die Kopfschmerzattacken lindern. Diese Therapie wird meist überbrückend bis zum Wirkungseintritt von Verapamil eingesetzt.

Zur prophylaktischen Therapie ist außerdem Lithium wirksam, das sonst auch in der psychiatrischen Therapie eingesetzt wird. Die Lithiumeinnahme erfordert regelmäßige Blutkontrollen, um eine Überoder Unterdosierung zu vermeiden. Daneben kommt auch noch der Wirkstoff Topiramat zum Einsatz.

Falls die genannten Medikamente keinen Erfolg bringen, können auch operative Maßnahmen in Betracht gezogen werden.

 

 

 


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