Hilfreiche Informationen rund um das Thema Erkältung

Komplikationen einer Erkältung

Bakterielle Folgeinfektion als Komplikationen einer Erkältung

Mögliche Risiken

So lästig Schnupfen, Halsschmerzen und Husten auch sind: Eine Erkältung verläuft üblicherweise ohne Komplikationen. Nach spätestens acht bis zehn Tagen ist sie ausgestanden und man fühlt sich wieder fit. Das Risiko für Komplikationen steigt allerdings, wenn man eine Erkältung nicht richtig auskuriert. Die Viren können sich in den Bronchien festsetzen oder durch Verbindungsgänge vom Nasen-Rachenraum in die Nasennebenhöhlen und ins Mittelohr gelangen. Dadurch können sich die Erkältungsbeschwerden verschlimmern.


Schleimhäute, die von Viren befallen sind, liefern eine ideale Angriffsmöglichkeit zusätzlich für Bakterien: Eitrige Mandel-, Nebenhöhlen- oder Mittelohrentzündungen und bakterielle Bronchitis können die Folge sein. Diese bakteriellen Zweitinfekte nennt man auch Superinfekte oder sekundäre Infektion.

Plötzliches, hohes Fieber kann auf einen bakteriellen Infekt hindeuten.

Bei anhaltenden oder stärker werdenden Beschwerden, sollten Sie zum Arzt gehen. Bakterielle Folgeinfektionen müssen meist mit einem Antibiotikum behandelt werden.


Lungenentzündung

Lungenentzündung oder Pneumonie häufigste Infektionskrankheit

Häufigste Infektionskrankheit

Eine Lungenentzündung (Pneumonie) wird meist durch Bakterien, seltener durch Viren oder Pilze ausgelöst. Andere Formen einer Pneumonie entstehen, wenn giftige Gase oder Staub in die Lunge gelangen oder ätzende Substanzen eine Entzündung bewirken. Klassisch ist aber die bakterielle Lungenentzündung, verursacht durch Pneumokokken. Besonders anfällig sind ältere Menschen, Säuglinge, chronisch kranke Kinder und Erwachsene, Diabetiker, starke Raucher, Alkoholiker und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.

So entsteht eine Lungenentzündung


Bei einer Pneumonie sind die Lungenbläschen oder auch das dazwischenliegende Gewebe entzündet. Der betroffene Lungenabschnitt schwillt an, Flüssigkeit tritt aus. Die Lungenentzündung ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die einen Klinikaufenthalt notwendig machen und bei geschwächten Menschen auch tödlich verlaufen kann. Noch Wochen nach Abklingen der akuten Phase fühlen sich manche Erkrankte matt und müde, sind nicht leistungsfähig und klagen über Atembeschwerden.

So erkennen Sie eine Lungenentzündung

Eine Lungenentzündung ist nicht immer leicht zu diagnostizieren. Sie äußert sich mit unterschiedlich starken Beschwerden, je nach Auslöser der Entzündung und Allgemeinzustand des Betroffenen. Eine virale Lungenentzündung beispielsweise unterscheidet sich in den Symptomen oft nicht von einer Erkältung, deshalb ist es wichtig, bei einem langdauernden grippalen Infekt rechtzeitig zum Arzt zu gehen. Eine typische bakterielle Lungenentzündung zeigt jedoch heftige Symptome:

  • plötzliches, hohes Fieber und Schüttelfrost mit Kopf- und Gliederschmerzen
  • starke Abgeschlagenheit und großes Krankheitsgefühl
  • schmerzhafter, trockener Husten; später wird Schleim mit gelblich-grüner bis brauner Farbe abgehustet
  • übel riechender Atem
  • Schmerzen beim Atmen und Atemnot, evtl. bläuliche Lippen und Finger durch den Sauerstoffmangel

Der Arzt lässt sich die Krankengeschichte und Symptome genau schildern und kann durch Abhören der Lunge und mit einem Röntgenbild eine Lungenentzündung erkennen. Klarheit verschaffen Blut- bzw. Schleimuntersuchungen. Sie geben dem Arzt Informationen über den Fortschritt der Entzündung und den auslösenden Erreger.

Behandlung mit Medikamenten bei Lungenentzündung

Da Bakterien die häufigste Ursache für eine Lungenentzündung sind, muss in der Regel mit einem Antibiotikum behandelt werden. Aber auch bei Pneumonien, die durch Viren ausgelöst werden, wird ein Antibiotikum verschrieben. Es kann zwar die Viren nicht abtöten, verhindert aber eine Zweitinfektion mit Bakterien. Dauer und Form der Antibiotikum-Therapie ist davon abhängig, mit welchem Erreger sich jemand ansteckt und wie stark die Entzündung bereits fortgeschritten ist. Die Therapie kann mit Tabletten oder per Infusion, ambulant oder im Krankenhaus erfolgen.

Zusätzlich setzt der Arzt fiebersenkende Präparate ein. Gegen Kopfschmerzen und Schmerzen in der Brust helfen Schmerzmittel. Wichtig ist, dass der Schleim abgehustet wird und der Husten erträglich bleibt, dafür werden schleimlösende und hustendämpfende Medikamente verschrieben.

Bettruhe ist bei einer Lungenentzündung unerlässlich

Körperliche Schonung oder gar strikte Bettruhe sind bei Lungenentzündung unerlässlich. Viel Flüssigkeit unterstützt das Lösen des Schleims und ist bei hohem Fieber wichtig. Bei starker Atemnot kann vorübergehend Sauerstoffzufuhr über eine Maske sinnvoll sein.

Um einer Pneumonie vorzubeugen, sollten Sie frühzeitig einen Arzt aufsuchen, z. B. wenn eine Erkältung ungewöhnlich lange dauert, Sie Schmerzen beim Husten und Atmen haben oder gar Atemnot dazukommt.

Eine Lungenentzündung ist eine ernsthafte Erkrankung, die den Körper stark schwächt und eine lange Erholungszeit erfordert. Junge und gesunde Menschen erholen sich in der Regel vollständig. Für Säuglinge und Kleinkinder, Erwachsene im höheren Lebensalter, Menschen mit bestehenden Vorerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem kann eine Pneumonie jedoch gefährlich werden. Für diese Risikogruppen empfiehlt sich eine Impfung gegen Pneumokokken, die häufigsten Erreger einer bakteriellen Pneumonie.

Auch eine Grippeschutzimpfung kann das Risiko einer Lungenentzündung senken. Die Pneumonie ist eine der Komplikationen der echten Grippe (Influenza).

Nach einer überstandenen Lungenentzündung sollten sich die Betroffenen noch längere Zeit schonen. So können sie wieder zu Kräften kommen und einen Rückfall vermeiden.

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