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Wörtlich übersetzt bedeutet Fibromyalgie „Faser-Muskel-Schmerz“. Da die Ursachen unklar und auch die Symptome vielfältig und uneinheitlich sind, wird die Erkrankung in Fachkreisen Fibromyalgie-Syndrom genannt (kurz FMS). Von dieser Krankheit sind in den westlichen Industrienationen 1-2 Prozent der Bevölkerung betroffen. Dabei können alle Altersgruppen an Fibromyalgie erkranken. Bei Frauen, besonders im mittleren Lebensalter, tritt die Erkrankung jedoch bis zu 7-mal häufiger auf als bei Männern.
Das Beschwerdebild bei Fibromyalgie ist komplex – es schmerzt überall: Vorrangig sind Muskelverspannungen und ausgedehnte Schmerzen unterschiedlicher Intensität, die wie ein starker Muskelkater nach dem Sport beschrieben werden. Besonders charakteristisch sind Schmerzen im Nacken, Rücken und Brustkorb sowie gleichzeitig in Armen und Beinen. Aber auch Bauch oder Kiefer- und Gesichtsmuskeln können betroffen sein. Langes Sitzen oder Liegen verstärkt diese Schmerzen meist noch.
Begleiterscheinungen können auftreten: Viele Betroffene schlafen schlecht oder können nicht durchschlafen. Dementsprechend fühlen sie sich tagsüber oft müde und kraftlos. Betroffene sind oft nervös, verspüren eine innere Unruhe, Angstgefühle oder auch Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Hinzu können Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und eine Reizüberempfindlichkeit (z. B. empfindliche Augen, Geräusch- und Geruchsempfindlichkeit) kommen, aber auch Herzrasen und Atemnot. Oft treten auch Magen-Darm-Beschwerden oder Menstruationsschmerzen im Zusammenhang mit einer Fibromyalgie auf.
Wo ist der Unterschied?
Schon gewusst? Weichteilrheumatismus und Fibromyalgie werden oft gleichgesetzt. Für das komplexe Beschwerdebild der Fibromyalgie ist heutzutage der Begriff „Fibromyalgie-Syndrom“ (kurz FMS) gebräuchlich. Das Fibromyalgie-Syndrom ist als eine definierte, eigenständige Erkrankung anzusehen. Der Begriff Weichteilrheumatismus dagegen ist eine recht unscharfe Bezeichnung für diverse Weichteilerkrankungen, die durch Schmerzen und/oder Funktionsstörungen gekennzeichnet sind. Dabei werden alle Krankheiten eingeschlossen, die nicht direkt die Gelenke, sondern das umgebende Binde- und Fettgewebe, das Muskelgewebe, bzw. die Sehnen, Bänder und Schleimbeutel betreffen. Oft wird Weichteilrheumatismus als Verlegenheitsdiagnose herangezogen, um Erkrankungen oder Funktionsstörungen des Bewegungsapparats zu charakterisieren, die nicht klar zugeordnet werden können.
Quellen
Wie entwickelt sich Fibromyalgie?
Woher kommt die Erkrankung?
Wie wird Fibromyalgie diagnostiziert?