Ursachen und Symptome bei Schulterschmerzen


Ursachen

Wie können sich Schulterschmerzen äußern?

Die Symptome von Schulterschmerzen können je nach Ursache sehr unterschiedlich ausfallen. Dabei können die Ursachen im Bereich des Schultergelenkes selbst, der Halswirbelsäule oder auch innerer Organen liegen. Die häufigsten Ursachen und Symptome von Schulterschmerzen sind:

  • Engpass-Syndrom („Impingement-Syndrom“): Durch Reizung, Verkalkung oder Verschleiß der Sehnen und Schleimbeutel verengt sich der Raum im Schultergelenk und der Kopf des Oberarmknochens stößt an das Schulterdach und klemmt die Sehne im Gelenk ein. Beim Engpass-Syndrom ist das seitliche Abspreizen des Armes schmerzhaft, vor allem der Winkel von 60°-90°, da bei dieser Bewegung der Raum unter dem Schulterdach am engsten ist. Langjährige Überkopf-Bewegungen des Arms, z. B. bei Handballern oder Volleyballern sowie bei Malern können zu einem Engpass-Syndrom führen.
  • Riss der Rotatorenmanschette (Rotatorenmanschettenruptur): Eine oder mehrere Sehnen der Rotatorenmanschette können teilweise oder vollständig reißen, was in der Regel nur bei Vorschädigung auftritt. Ursachen sind ein vorangegangenes Engpass-Syndrom, Verschleiß, Verletzungen oder Unfälle. Bestimmte Sportarten wie Kampfsport oder Turnen beispielsweise führen zu einer chronischen Überlastung und somit potentiell zu Teileinrissen der Rotatorenmanschette. Es kommt dann je nach betroffener Sehne zu Schmerzen in der Schulter sowie Oberarm bei der Innendrehung, Außendrehung oder beim seitlichen Anheben des Armes.
  • Oberarmbruch und Schlüsselbeinbruch: nach einem Bruch (Fraktur) des Oberarms in Nähe der Schulter oder des Schlüsselbeins, z. B. nach Sturz auf den ausgestreckten Arm, Ellenbogen oder Schulter, kommt es zu Schulterschmerzen und einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung der Schulter.
  • Ausgekugelte Schulter (Schulterluxation): Nach einem Sturz auf den Arm tritt der Oberarmkopf aus der Gelenkpfanne und verursacht starke Schulterschmerzen. Eine Bewegung des Armes ist dann fast unmöglich und der Arm wird in einer Schonhaltung am Körper gehalten. Nach dem erstmaligen Auskugeln kann es später immer wieder und schon bei geringen Anlässen zu einer Schulterluxation kommen.
  • Schleimbeutelentzündung (Bursitis): Eine Entzündung des Schleimbeutels unter dem Schulterdach tritt häufig im Zusammenhang mit einem Impingement-Syndrom (s. o.) auf und wird meist durch eine chronische Überlastung verursacht, z. B. bei Überkopf-Sportarten wie Handball oder Volleyball oder bei Arbeiten über dem Kopf. Auch Infektionen, rheumatische Erkrankungen und Gicht können zu einer Schleimbeutelentzündung führen. Der betroffene Schleimbeutel schwillt schmerzhaft an, das Schultergelenk ist nur noch eingeschränkt beweglich und fühlt sich warm an.
  • Frozen shoulder („eingefrorene Schulter“, Schultersteife): Über Monate bis Jahre kommt es meist im Zuge anderer Schultererkrankungen (z. B. Arthrose) zu einer Schrumpfung der Schultergelenkkapsel und einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung und vorübergehenden Versteifung. Betroffen sind vor allem Frauen zwischen 40 und 60 Jahren und Diabetiker.


Alle oben genannten Beschwerden sind nur bedingt mit Selbstmedikation sinnvoll behandelbar. Es sollte in jedem der genannten Fälle ein Arzt zu Rate gezogen werden, da bei falscher oder mangelhafter Behandlung dauerhafte Beschwerden riskiert werden. Bei den folgenden Symptomen sollten Sie sehr schnell einen Arzt aufsuchen, um eine ernsthafte Erkrankung auszuschließen:

  • plötzlich auftretende Schulterschmerzen, Brustschmerzen und Atemnot (Verdacht auf Lungenembolie)
  • plötzlich auftretende Schulterschmerzen auf der linken Seite, insbesondere wenn Übelkeit, Atemnot, Angst, Engegefühl oder allgemeines Unwohlsein hinzukommen (Verdacht auf Herzinfarkt)
  • starke, kolikartige Schmerzen in der rechten Schulter und im rechten Oberbauch mit Übelkeit und Erbrechen (Verdacht auf Gallenkolik). 

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