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Was ist Schwindel?
Schwindel hat sicherlich jeder schon einmal erlebt: alles dreht sich, die Umgebung schwankt oder man hat das Gefühl, nach unten zu fallen. Nach Kopfschmerz ist Schwindel ist das zweithäufigste neurologische Symptom. Im Laufe des Lebens erlebt etwa jeder Dritte mittelstarken bis heftigen Schwindel. Die Häufigkeit steigt mit zunehmendem Alter: 17 % der Jüngeren und bis zu 39 % der über 80-Jährigen sind betroffen. Die Beschwerden können sehr vielfältig sein und ebenso viele Ursachen haben. Manche verspüren neben dem Schwindel Übelkeit, fühlen sich unsicher und benommen. Ohrgeräusche (Tinnitus) können hinzukommen, weiterhin Orientierungslosigkeit und Bewusstseinsstörungen. Schwindel kann einmalig, wiederkehrend oder auch chronisch anhaltend auftreten. Dabei ist Schwindel ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom vieler Grunderkrankungen, z. B. des Innenohrs, der Wirbelsäule, des Herz-Kreislauf-Systems oder des Stoffwechsels.
Schwindel beruht auf einer Störung des Gleichgewichtsystems, das aus dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr (Vestibularapparat), den Informationen der Augen (optisches System) und der Tiefen- und Tastrezeptoren in Muskeln, Gelenken, Sehnen und Haut besteht. Letztere dienen zur Wahrnehmung der Stellung und Bewegung des eigenen Körpers im Raum (propriozeptives System). Das Gleichgewichtszentrum, das im Hirnstamm sitzt, verarbeitet die eingehenden Informationen, errechnet die aktuelle Position im Raum und koordiniert anschließend alle Befehle, die notwendig sind, um Bewegungen auszuführen und das Gleichgewicht zu halten. Schwindel kommt dann zustande, wenn die Informationen aus Gleichgewichtsorgan, den Augen und dem Lagesinn nicht übereinstimmen oder die Informationen im Gehirn falsch verarbeitet werden.
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