Wissenswertes über Gelenkschmerzen



Gelenkschmerzen

Was steckt dahinter?

Collage Knie-, Schulter- und Ellenbogenschmerzen.

Schmerzen am Muskel- und Skelettsystem gehören zu den häufigsten chronischen Schmerzen. Über Gelenkschmerzen klagen besonders oft Menschen in höherem Lebensalter, jedoch auch zunehmend jüngere Menschen sind betroffen. Etwa die Hälfte aller 20-40-Jährigen klagt zumindest gelegentlich über Gelenkschmerzen.

Meist sind Verschleißerscheinungen (Arthrose) und Gelenkentzündungen (Arthritis) die Ursache für Gelenkschmerzen, allerdings gibt es noch zahlreiche andere Ursachen. Jeder 5. ist von Arthrose betroffen, mancher Patient auch schon in recht jungen Jahren. Frauen sind dabei signifikant häufiger betroffen als Männer. Gelenkschmerzen aufgrund von Arthrose sind besonders häufig in den Knie- Hüft- und Sprunggelenken. Rheumatoide Arthritis zeigt sich dagegen besonders häufig an den Finger- und Handgelenken. Das Großzehengrundgelenk ist bevorzugte Stelle von gichtbedingten Gelenkschmerzen.

Gelenkschmerzen können sich sehr unterschiedlich äußern. Sie können sich akut innerhalb weniger Stunden entwickeln, aber auch über Wochen oder Monate entstehen. Sie können außerdem nur an einem Gelenk auftreten oder an mehreren Gelenken gleichzeitig und nur zeitweise oder chronisch bestehen.

Um die Gelenke gesund zu halten, ist regelmäßige Bewegung und Sport sinnvoll. Dieser sollten Sie die Gelenke allerdings nicht zu stark belasten. Auch ein gesundes Körpergewicht und eine ausgewogene Ernährung tragen zu gesunden Gelenken bei.


4 Tipps für gesunde Gelenke im Alter

Muskel- und Gelenkschmerzen können den Alltag stark beeinträchtigen. Umso wichtiger ist es, Rücken, Muskeln und Gelenke möglichst lange gesund zu halten. Mit den folgenden Tipps zeigen wir Ihnen, wie das gelingen kann.


1. Alltag: Belastungen reduzieren

Chronisch schmerzende Gelenke sind selten auf einzelne Schmerzereignisse (wie z. B. eine Verletzung), sondern eher auf kontinuierliche Überbeanspruchungen und Fehlbelastungen zurückzuführen. Oberstes Ziel sollte es daher sein, besonders im Alltag darauf zu achten, Rücken, Knie und Co. zu schonen. Achten Sie z. B. am Schreibtisch im Büro sowie am Esstisch auf eine gerade Sitzhaltung. Auch beim Bücken und Heben z. B. von Einkäufen sollte man sich stets aufrecht halten und keinen „Katzenbuckel“ machen. Eine weitere Tücke steckt in abgetragenen Schuhen: Durch den Verschleiß der Sohlen kommt es langfristig zu einer ungleichen Gewichtsverteilung, was beim Gehen Schmerzen verursachen kann. Sortieren Sie altes Schuhwerk daher besser aus. Wem ganz bestimmte, wiederkehrende Bewegungsabläufe im Alltag zunehmend schwerer fallen, für den eignen sich Hilfsmittel wie Schuhlöffel, elektrische Dosenöffner oder langstielige Kehrgarnituren. Diese helfen, die Gelenke zu entlasten und so länger intakt zu halten.


2. Freizeit: Gelenkschonend gärtnern

Gärtnern ist ein beliebtes Hobby – aber es kann auch sehr auf die Gelenke gehen. Ob beim Unkraut jäten, Gemüse ernten oder Hecke schneiden: Versuchen Sie auch hier stets auf bewusste, langsame Bewegungen zu achten. Außerdem können einseitige Belastungen vermieden werden, indem man seine Position regelmäßig ändert. Wer zum Beispiel vor dem Blumenbeet kniet, der sollte etwa jede Viertelstunde einmal aufstehen, um seine Knie zu entlasten. Auch die richtige Ausrüstung kann bei der gelenkschonenden Gartenarbeit unterstützen. Mit praktischen Helfern wie Werkzeuggürtel, Heckenscheren mit Teleskopstiel und Kniekissen lassen sich unnötige Belastungen vermeiden. Zuletzt bietet es sich an, auch die Gestaltung des Gartens den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Das Bücken fällt zunehmend schwerer? Dann sind Hochbeete eine tolle Alternative zum ebenerdigen Beet.


3. Sport: Auf sanfte Bewegungen setzen

Ein bekanntes Sprichwort sagt: „Wer rastet, der rostet.“ Regelmäßige Bewegung ist wichtig, um den Körper und vor allem die Gelenke lange fit zu halten. Grund dafür ist, dass die Knorpelschicht nur durch Bewegung mit ausreichend Synovialflüssigkeit („Gelenkschmiere“) versorgt wird und somit elastisch und intakt bleiben kann. Das gilt im Übrigen auch bei bereits bestehenden Beschwerden – insbesondere hier sollte auf Bewegung keinesfalls verzichtet werden, im Gegenteil: Sie kann sogar lindernd wirken. Wer körperlich aktiv bleiben, jedoch gleichzeitig seine Gelenke schonen möchte, für den empfehlen sich sanfte Sportarten mit gleichmäßigen Bewegungsabläufen wie Schwimmen, Aqua-Gymnastik, Nordic Walking oder Radfahren. Sportarten mit schnellen, ruckartigen Bewegungen oder Stoßbelastungen wie z. B. beim Tennis sollten dagegen eher vermieden werden.


4. Ernährung: Nahrungsmittel für gesunde Knochen und Gelenke

Die richtige Ernährung kann gleich auf zwei Arten dazu beitragen, Gelenkschmerzen vorzubeugen bzw. zu lindern: zum einen durch Lebensmittel, die entzündungshemmend wirken und den Knorpel stärken – und zum anderen durch den Abbau überflüssiger Kilos, denn Übergewicht belastet die Gelenke und fördert Gelenkverschleiß. Wer seinen Speiseplan gelenkfreundlich gestalten möchte, der setzt am besten auf eine ausgewogene, vitalstoffreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Fisch. Besonders Lebensmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind – z. B. Fisch, grünes Blattgemüse, Nüsse und Öle – hemmen Entzündungsprozesse und lindern Schmerzen. Ebenso entzündungshemmend wirken sekundäre Pflanzenstoffe wie Carotinoide (z. B. Karotten, Spinat), Flavonoide (z. B. Äpfel, Beerenobst), Sulfide (z. B. Zwiebeln, Knoblauch) und Senföle (z. B. Brokkoli, Meerrettich). Fleisch, Weißmehlprodukte und Zucker sollten dagegen nur selten auf den Teller kommen.


  

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